Oft sind Journalisten auf Angaben der Polizei angewiesen. Viele Redaktionen behandeln deren Infos als sogenannte privilegierte Quelle – das heißt, dass die Angaben keiner zweiten Prüfung unterzogen werden. Das kritisiert der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und ruft dazu auf, „Meldungen und Informationen der Polizeibehörden in allen Fällen kritisch zu hinterfragen“.
Anlass für die Stellungnahme des DJV sind Berichte über die „Ende Gelände“-Proteste im Juni. Die Polizei Aachen sprach von 16 Polizisten, die verletzt worden seien. Die Nachfrage eines WDR-Journalisten ergab jedoch, dass von vier Polizisten, die ihren Dienst beenden mussten, nur zwei durch „Fremdeinwirkung“ verletzt wurden.


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