Informationen der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)

Soli-Info: Solidarität mit Kuba!

Ende Juli in Turin: Mit einem Empfang unter freiem Himmel dankt die italienische Stadt den Ärztinnen und Ärzten aus Kuba, die der vom Coronavirus besonders schwer betroff enen Region zu Hilfe geeilt waren. 400 Menschen versammelten sich im Parco Doria, unter ihnen die von weither angereisten Medizinerinnen und Mediziner, ihre italienischen Kolleginnen und Kollegen sowie nicht wenige Menschen, die durch ihren Einsatz geheilt wurden.

Schon zuvor war auch in der Lombardei die kubanische Gesundheitsbrigade verabschiedet worden, die angesichts dramatisch hoher Ansteckungszahlen und Todesraten bereits im März nach Norditalien geeilt war. Als die EU noch debattierte und mehrere Länder den Export von medizinischem Gerät und Medikamenten nach Italien verboten, zögerte die Karibikinsel nicht, ihre Hilfe anzubieten. „Wir waren Schiff brüchige, und ihr habt uns gerettet, ohne uns nach Namen oder Herkunft zu fragen“, sagte Stefania Bonaldi, Bürgermeisterin von Crema, zum Abschied.

Bei der aus Steuergeldern finanzierten „Deutschen Welle“ klang das im Juli ganz anders. Da war die Rede davon, dass die kubanischen Ärztinnen und Ärzte wie „Sklaven“ behandelt würden und zu „Frontsoldaten des Regimes“ gemacht worden seien. Damit kopierte der deutsche Auslandssender die Propaganda der USA und der extremen Rechten. Was die „Deutsche Welle“ lieber verschwieg:

Selbst Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie seine Fühler nach Kuba ausgestreckt, damit die Weißkittel aus der Karibik die Personalknappheit im deutschen Gesundheitswesen auffangen sollten.

Was man in den Massenmedien hierzulande ebenfalls selten hört: Mehrere tausend Ärztinnen und Ärzte aus Kuba haben während der Corona-Pandemie in nicht weniger als 28 Ländern bei der Bekämpfung der Krankheit geholfen, unter anderem auch in Andorra und den zu Frankreich gehörenden Karibikstaaten.

Friedensnobelpreis für kubanische Ärztinnen und Ärzten gefordert

Tausende Menschen aus aller Welt haben darauf ihre ganz eigene Antwort gefunden. Sie rufen dazu auf, den kubanischen Ärztinnen und Ärzten in diesem Jahr den Friedensnobelpreis zu verleihen. Zu den bekannten Persönlichkeiten, die einen entsprechenden Aufruf unterzeichnet haben, gehören der US-Schauspieler Danny Glover, Brasiliens früherer Präsident Lula da Silva, der Linguist Noam Chomsky und Filmemacher Oliver Stone.
Und eine weitere, noch wichtigere Forderung ist als Reaktion auf den Einsatz der Medizinerinnen und Mediziner aus Kuba angebracht: Schluss mit der seit mehr als einem halben Jahrhundert von den USA gegen die Insel verhängten Blockade!

Wirtschaftskrieg und US-Blockade gegen Kuba beenden

Washington führt seit dem Sieg der Kubanischen Revolution 1959 einen Wirtschaftskrieg gegen die Insel. Schon 1960 proklamierte Washington offen, man wolle „…durch wirtschaftliche Unzufriedenheit und Not das Wirtschaftsleben schwächen, indem Kuba Geld und Lieferungen verwehrt werden, mit dem Ziel, die Nominal- und Reallöhne zu reduzieren, Hunger, Verzweiflung und den Sturz der Regierung zu bewirken“.

Unter der Regierung von Donald Trump haben die USA die Blockade weiter verschärft – mit dramatischen Folgen für die kubanische Bevölkerung. Geldüberweisungen aus dem Ausland nach Kuba – etwa von Emigranten an ihre Familienangehörigen – werden unmöglich gemacht, internationale Unterstützung für Gesundheitsprojekte verhindert, wichtige Medikamente können durch die kubanischen Behörden nur auf Umwegen und überteuert importiert werden. Reedereien wird das Anlaufen von US-Häfen verboten, wenn ihre Schiffe Erdöl von Venezuela nach Kuba transportieren. Hotelketten müssen ihre profi tablen Häuser an den Stränden der Karibikinsel aufgeben. Und ein Online-Handelskonzern wurde sogar verklagt, weil er Holzkohle aus Kuba im Angebot hatte!

Gegen diesen Wirtschaftskrieg richtet sich eine europäische Kampagne, die von der DKP unterstützt
wird: Unblock Cuba! In den nächsten Wochen und Monaten wird es unter diesem Motto zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen geben, um den weltweiten Druck auf die USA zu erhöhen: Schluss mit der Blockade Kubas!

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