Solidarität mit Kuba

60 Jahre nachdem US-Präsident Eisenhower die ersten Wirtschaftssanktionen gegen den damals noch jungen revolutionären Inselstaat verhängte, trotzt Kuba bis heute allen Versuchen der USA, sein alternatives Gesellschaftsmodell zu zerstören. Dazu trägt neben dem Widerstand der Bevölkerungsmehrheit auch die internationale Solidarität mit dem sozialistischen Kuba bei. Jahr für Jahr fordern die 193 Mitgliedsländer der Vereinten Nationen – bei nur wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen – die USA zur Beendigung ihrer völkerrechtswidrigen Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade auf. Im Vorfeld der nächsten UN-Abstimmung, die wegen der Covid-19-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Arbeit im UN-Hauptquartier auf Mai 2021 verschoben wurde, rufen zahlreiche europäische Organisationen, Medien, Parteien und Einzelunterstützer, darunter auch die DKP und die UZ, zu einer gemeinsamen großen Solidaritätsaktion für Kuba und gegen den von den USA geführten Wirtschaftskrieg auf.

Im Rahmen der internationalen Kampagne „Unblock Cuba“ (unblock-cuba.org) wollen die Organisatoren in einer Reihe von europäischen Ländern bis zum Mai 2021 mit Aktionen und Veranstaltungen sowie auf Kundgebungen und Demonstrationen über Hintergründe und Ziele der US-Blockade sowie die verheerenden Folgen der Sanktionen für die kubanische Bevölkerung inmitten der Corona-Pandemie informieren. Die geplanten Aktivitäten knüpfen an die im vergangenen Jahr von der Tageszeitung „junge Welt“ und zahlreichen Unterstützern initiierte Kampagne an, die von 41 Organisationen und Einzelpersonen unterstützt wurde und in der BRD, in Österreich und der Schweiz in 50 Städten mit verschiedenen Aktionen für die Forderungen zur Beendigung der Blockade geworben hatte. Die diesjährige Auftaktveranstaltung zum Start der Soli-Aktionen in der BRD findet unter dem Motto „Unblock Cuba – Wirtschaftskrieg gegen Kuba beenden!“ am Samstag, den 17. Oktober um 19 Uhr in der junge Welt-Ladengalerie (Torstraße 6, Berlin-Mitte) statt (Eintritt: 10 Euro). Wegen des stark begrenzten Platzkontingents ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich: ladengalerie@jungewelt.de oder 030/536355–56.

Die Veranstaltung kann live unter jungewelt.de/lesewoche verfolgt werden. Beiträge von Hans-Peter Weymar (Autor, Regisseur und Produzent zahlreicher Dokumentarfilme, unter anderem über afrikanische Länder, Türkei/Kurdistan und Kuba), der sieben Jahre in Havanna gelebt hat, sowie Vertreter des Bündnisses „Unblock Cuba“. Musik: Nicolás Rodrigo Miquea (klassischer Gitarrist, Liedermacher und Dichter), Moderation: Matthias István Köhler.

Filmemacher Hans-Peter Weymar hat gemeinsam mit fünf anderen in Kuba lebenden Deutschen, die im Kultur- und Wissenschaftsbereich tätig sind, eine Petition initiiert, in der die Bundesrepublik und die Europäische Union aufgefordert werden, energischer als bisher gegen die Blockade vorzugehen. Rund 60 Prominente, darunter die Regisseure Wim Wenders, Fatih Akin und Margarethe von Trotta, die ehemalige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin, Völkerrechtler Norman Paech, die Publizisten Noam Chomsky und Werner Rügemer, UN-Sonderberichterstatter Jean Ziegler, die Schauspieler Hanna Schygulla, Peter Lohmeyer und Rolf Becker oder Musiker wie Konstantin Wecker, Udo Lindenberg und Jan Delay unterstützen diese Initiative (www.change.org/Cuba), der sich bisher bereits 56.000 Personen angeschlossen haben, als Erstunterzeichner. „Es ist zu begrüßen, dass sich so viele Wissenschaftler und Künstler aus verschiedenen Bereichen zusammengefunden haben, um für das Ende der mörderischen Blockade einzutreten. In Zeiten, in denen Kuba vorbildlich und humanistisch in vielen Ländern der Erde zur Eindämmung der Corona-Pandemie beiträgt, sind die Petition und die Unblock-Kuba-Kampagne wichtige Beiträge, damit die inhumane Blockade endlich beendet wird“, erklärte DKP-Vorsitzender Patrik Köbele zu den Initiativen.

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"Solidarität mit Kuba", UZ vom 25. September 2020



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