Späte Bestrafung

18 Jahre nach den Ausschreitungen während des G8-Gipfels 2001 in Genua hat der Rechnungshof Italiens 24 daran beteiligte leitende Polizeibeamte zur Zahlung von 2,8 Millionen Euro der Verfahrenskosten verurteilt. Sie waren unter anderem für den Überfall auf das Genueser Sozialforum und das Pressequartier in der Dias-Schule sowie für die Folterungen von Festgenommenen, darunter Schwerverletzten, in der Polizeikaserne Bolzanotto verantwortlich.

Während der Ausschreitungen, die der Chef der faschistischen AN, der damalige Vizepremier Gianfranco Fini, befehligte, wurden über 600 Personen festgenommen. In den Verfahren waren den Polizisten unter anderem Falschaussagen und die Fälschung von Beweisen nachgewiesen worden.

Bei den Protesten wurde der 23-jährige Carlo Giuliani von der Polizei erschossen.

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"Späte Bestrafung", UZ vom 22. März 2019



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