Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung hat für das Jahr 2025 eine Arbeitskampfbilanz vorgelegt. Demnach hat es im letzten Jahr 261 Arbeitskämpfe gegeben – und damit weniger von Streiks begleitete Tarifkonflikte als in den beiden Vorjahren. Das vom WSI geschätzte „Arbeitskampfvolumen“ habe mit 645.000 Ausfalltagen deutlich unter dem der Vorjahre gelegen. Ebenso verhalte es sich mit der geschätzten Anzahl von 552.000 Streikteilnehmerinnen und -teilnehmern. Beides deute auf „eine geänderte Arbeitskampfführung der Gewerkschaften hin: Einzelne, kurze Arbeitsniederlegungen überwiegen, unbefristete Flächenstreiks sind dagegen seltene Ausnahmen geworden“, so das WSI.
Erstmals hat das WSI für 2025 auch die Arbeitskampfziele der Gewerkschaften ausgewertet: In mehr als jedem vierten Arbeitskampf rangen die Beschäftigten um die (erstmalige) Tarifbindung der Unternehmen; dabei überwiegen Streiks um Haustarifverträge.








