Taubers Kampf gegen „Fake News“

Der CDU-Generalsekretär Peter Tauber sieht Facebook und andere Internetkonzerne in der Pflicht, gegen „Fake News“ vorzugehen, schreibt er in einem Beitrag für „Zeit online“ unter der Überschrift „Ehrlichkeit ist eine bürgerliche Tugend“. Soziale Netzwerke sollten „Nutzern mehr Möglichkeiten geben, schneller, einfacher und effektiver gegen die Urheber von Falschinformationen vorzugehen“.

Wie das aussehen kann, macht Facebook vor: Kerem Schamberger berichtet über seinen Facebook-Account regelmäßig über die Repressionen des Erdogan-Regimes und die Gegenwehr der kurdischen Bewegung. Türkische Nationalisten reagieren mit Drohnachrichten und Beschwerden. Nun hat Facebook seinen Account gesperrt – zum vierten mal in diesem Jahr.

Im Dezember berichtete die „Süddeutsche Zeitung“, wie Facebook gegen angeblich falsche oder sonstige ungehörige Posts vorgeht: Der Konzern hat die Bertelsmann-Tochter Arvato beauftragt, nach geheimen Regeln Beiträge zu löschen und Profile zu sperren. Die lässt in Berliner Büros 600 Mitarbeiter für Billiglöhne Facebook-Beiträge sichten.

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"Taubers Kampf gegen „Fake News“", UZ vom 6. Januar 2017



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