Frauentagsmatinee des DKP-Frauenarbeitskreises Essen

Wozu sind Kriege da?

UZ: Ihr veranstaltet am 13. März eure Frauentags-Matinee. Was dürfen die Besucher dann erwarten?

Barbara Kuprat: Es wird eine Revue geben, die im Seniorenstift „Haus Abendfrieden“ spielt. Zwei Damen unterhalten sich ziemlich scharfzüngig über die Probleme auf dieser Welt. Der alte Hugo schlurft vorbei und gibt zu allem seinen Senf, zu den völlig abgehetzten Pflegerinnen, die über ihre Arbeitsüberlastung klagen.

Man erfährt von den Alten, dass es zu wenige Pflegerinnen gibt, weil das dafür benötigte Geld in die Rüstung und in die Kriege fließt. Nicht nur das, Frauen sind besonders von Kriegen betroffen, zum Beispiel durch diese fürchterlichen Massenvergewaltigungen. Aber auch bei anderen Konflikten im Kapitalismus sind Frauen die Hauptleidtragenden. So wird die Geschichte von Frauen erzählt, die in Mexiko gegen den Bau eines Staudammes kämpfen oder in Polen gegen das Abtreibungsgesetz auf die Straße gehen.

Das Ganze beobachten Außerirdische aus dem Weltall, die auch einen Blick auf die in Essen stattfindende NATO-Tagung der JAPCC werfen, eines NATO-„Kompetenzzentrums für Luftstreitkräfteoperationen“, stationiert in Kalkar.
Aber ich glaube, ich habe schon viel zu viel verraten. Wer mehr erfahren möchte, muss zur Matinee kommen.

UZ: 2021 musste die Matinee ausfallen. Als Ersatz hattet ihr einen Film veröffentlicht (kurzelinks.de/dkp-frauentag2021). Wie sieht es dieses Jahr aus?

Barbara Kuprat: Die Veranstaltung findet in der Zeche Carl statt und es besteht natürlich Maskenpflicht. Wie es im Moment aussieht mit den angekündigten Lockerungen, werden wir wohl sogar wieder Snacks verkaufen dürfen. Das Programm ist zwar zu kurz, um all den Mist rauszuhauen, den man erzählen müsste, mit zwei Stunden plus Pause aber doch ziemlich lang.

Wir haben uns gedacht, wir müssen uns endlich wieder zeigen. Mit unserem Antikriegsprogramm sind wir ja leider hochaktuell. So wird es auch Sketche zum Propagandakrieg gegen Russland und China geben.


Matinee „Wozu sind Kriege da?“
Sonntag, 13. März 2022
Beginn: 12.00 Uhr, Einlass: 11.30 Uhr
Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, Essen
Eintritt 7,- Euro, ermäßigt 5,- Euro

Über den Autor

Christoph Hentschel (Jahrgang 1980) ist Politikwissenschaftler und Redakteur für „Politik“. Er arbeitet seit 2017 bei der Zeitung der DKP.

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"Wozu sind Kriege da?", UZ vom 25. Februar 2022



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