Die Bundestarifkommission der IG BAU fordert für die anstehenden Tarifverhandlungen 2 Euro mehr pro Stunde für alle Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk. Für die unterste Lohngruppe, die auch der Branchenmindestlohn ist, würde der Stundenlohn dann 17 Euro betragen. Für Glas- und Fassadenreinigerinnen und -reiniger läge der Stundenlohn dann bei 20,40 Euro. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen.
„Bewusst fordern wir einen Festbetrag, damit vor allem die unteren Lohngruppen angehoben werden. Die Beschäftigten leiden sehr unter der ansteigenden Inflation“, sagt Ulrike Laux, im Vorstand der IG BAU zuständig für die Gebäudereinigung. Die Beschäftigten „sorgen in Büros, Schulen, Industriebetrieben und Krankenhäusern für saubere Arbeitsplätze und damit auch für die Gesundheit aller“, so Laux. Das könne gar nicht genug wertgeschätzt werden.
Die Forderung wurde zum internationalen Tag der Gebäudereinigung aufgestellt. Seit 36 Jahren demonstrieren am 15. Juni in vielen Ländern dieser Welt Beschäftigte in der Gebäudereinigung und im Sicherheitsdienst für Gerechtigkeit und faire Arbeitsbedingungen.
Das Gebäudereiniger-Handwerk ist mit über 29,5 Milliarden Euro Jahresumsatz ein bedeutender Wirtschaftszweig und mit rund 700.000 Beschäftigten das größte Handwerk in Deutschland. Etwa 500.000 von ihnen bekommen lediglich den Branchenmindestlohn, in der überwiegenden Mehrheit Frauen. In den Betrieben des Bundesinnungsverbandes sind rund 80 Prozent aller Beschäftigten angestellt.
Die Tarifverhandlungen beginnen am 9. September.








