Die Zahl hungernder Menschen ist weltweit auf ein dramatisch hohes Niveau gestiegen. Im vergangenen Jahr waren laut „Global Report on Food Crises“ 266 Millionen Menschen in 47 Ländern von akuter Ernährungsunsicherheit bedroht. Der aktuell vorgelegte Bericht wird vom Globalen Netzwerk gegen Hungerkrisen (GNAFC) herausgegeben. Die meisten Betroffenen leben demnach in zehn Ländern, darunter Afghanistan, Sudan und Jemen sowie im Gazastreifen.
Insgesamt habe sich akute Ernährungsunsicherheit in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. In dem Bericht wird hervorgehoben, dass im vergangenen Jahr erstmals in der Geschichte des Berichts zwei Hungersnöte ausgerufen wurden – im Gazastreifen sowie in Teilen des Sudans. Mit Blick auf das laufende Jahr zeichnet das Netzwerk ein düsteres Bild: Anhaltende Konflikte, klimatische Bedingungen sowie globale wirtschaftliche Unsicherheit dürften die Lage in vielen Ländern auf kritischem Niveau halten oder sogar verschlechtern, heißt es. Insbesondere die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten könnte die Lage in bestimmten Ländern und Gebieten weiter verschärfen.
Die Hilfsorganisation „Aktion gegen den Hunger“ kritisierte angesichts der Ergebnisse des Berichts einen Rückgang der Finanzierung humanitärer Maßnahmen und forderte „mehr internationale Solidarität, verlässliche finanzielle Zusagen und entschlossenes politisches Handeln“.








