Auch Wahlen können etwas ändern

34 treten an

Gerd Schulmeyer

34 Kandidatinnen und Kandidaten treten zur Kommunalwahl für die Wahl der DKP/Linke Liste (DKP/LL) in Mörfelden-Walldorf an. Unser Programm schreibt die Arbeit der vergangenen Jahrzehnte fort. Unsere Themen sind unter anderem: „Dem Flughafen Grenzen setzen – Mehr für bezahlbaren Wohnraum tun“ und „Weitere Belastungen der Einwohnerinnen und Einwohner verhindern“.

In den vergangenen fünf Jahren haben wir mit sechs Stadtverordneten und einem Vertreter im Magistrat in der Kommunalpolitik mitgemischt. Aber wir haben diese fünf Jahre nicht nur in Sitzungen zugebracht. Meistens haben wir uns öffentlich und gemeinsam mit aktiven Einwohnerinnen und Einwohnern außerparlamentarisch für Veränderungen und Verbesserungen im Interesse der Menschen in unserer Stadt eingesetzt. Auch unter „Corona-Bedingungen“.

Einige Erfolge außerparlamentarischer Aktivitäten, die wir unterstützt haben, sind der Netto-Markt am Allendeplatz und das Verhindern der „kalten Schließung“ des Waldschwimmbads. Wir haben den Plänen, den „See“ zu bebauen, eine deutliche Absage erteilt.

Bei der Kommunalwahl haben es die Wählerinnen und Wähler in der Hand, ob die Wahlbetrüger von 2016, die das Amt des Ersten Stadtrats abschaffen wollten und jetzt diesen Posten besetzen, so weitermachen können.
Wir raten dazu, anders zu wählen. Vor allem, damit unsere Stadt nicht noch mehr zum „Vorfeld des Flughafens“ wird, wie es die Freien Wähler wollen, die jede Kritik am weiteren Flughafenausbau ablehnen.

Wir wollen keine neuen Gewerbegebiete im Grünen, schon gar nicht in Kooperation mit der Fraport AG, wie es die SPD vorhat. Wir wollen aber auch kein neues Logistikzentrum mit Hochregallager und 700 Lkws pro Tag, wie es die Grünen jetzt – gemeinsam mit der Koalition und der CDU – in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen haben. „Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ sehen anders aus.

Wir wollen auch keine neuen Wohngebiete im Außenbereich, dafür mehr Initiativen für bezahlbaren Wohnraum in den Stadtteilen. Eine starke linke Fraktion im Stadtparlament ist wichtig für die Einwohnerinnen und Einwohnern, denen unsere Stadt gehört.

In einem Wahlaufruf von fast 50 Wählerinnen und Wählern heißt es unter anderem:

„Steigende Kosten insbesondere für Wohnen und Gesundheit, Sozialabbau auf allen Ebenen, Verschlechterung der medizinischen Versorgung, unzureichende Rente im Alter – alles das trifft viele Menschen. Und das in einem der reichsten Länder dieser Welt. Dazu hat die Corona-Krise viele arbeitslos gemacht oder auf Kurzarbeit gesetzt – aber die Industrie sackt Milliarden-Hilfen ein. Die Reichen werden reicher und die Armen werden mehr. Wir meinen: Solidarität und eigenes Handeln sind erforderlich, um die Welt gerechter und friedlicher zu machen. Und am eigenen Ort muss man damit anfangen.

Es gab in Mörfelden-Walldorf in den letzten Jahren einige Bürgerbewegungen. Wir unterstützen diese Gegenwehr aus der Einwohnerschaft. Kommunisten, Sozialisten und andere Menschen, deren Herz links schlägt, setzen sich für eine Stadt ein, in der die Einwohner das Sagen haben – und nicht Fraport und andere Großunternehmen.“

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"34 treten an", UZ vom 12. März 2021



    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Herz aus.



    UZ Probe-Abo [6 Wochen Gratis]
    Vorherige

    Wohnungsnot im Mittelpunkt

    Wir streiten nicht nur im Parlament

    Nächste