Andrea Nahles

Die ehemalige „linke“ Hoffnung der Jusos, die ehemalige Generalsekretärin der SPD, die ehemalige SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, die ehemalige Bundesministerin für Arbeit und Soziales oder kurz Andrea Nahles hat einen neuen Job. Sie wird neue Präsidentin der „Bundesanstalt für Post und Telekommunikation“. Nach ihrem Rücktritt vom SPD-Vorsitz im vergangenen Jahr war sie von der Bildfläche verschwunden. Ihre Partei hatte unter ihrer Führung ihr schlechtestes Ergebnis bei einer EU-Parlamentswahl eingefahren.

Wer jetzt „Nahles“ hört und Angst um seinen W-LAN-Anschluss bekommt, kann jedoch beruhigt sein. Es stimmt zwar, dass sie in ihren vorherigen Jobs nichts Gescheites zustande gebracht hat, aber als Leiterin einer Unterbehörde des Finanzministeriums kümmert sie sich um die Versorgung der Beamten des früheren Staatsunternehmens „Deutsche Bundespost“. Finanzminister Olaf Scholz hat seiner Parteikollegin zwar einen mit 180.000 Euro Anfangsjahresgehalt gut dotierten Job verschafft, doch wohlweislich einen, bei dem sie nicht allzu viel anrichten kann.

Über den Autor

Christoph Hentschel (Jahrgang 1980) ist Politikwissenschaftler und Redakteur für „Politik“. Er arbeitet seit 2017 bei der Zeitung der DKP.

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"Andrea Nahles", UZ vom 5. Juni 2020



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