Der Paritätische Gesamtverband hat einen neuen Armutsbericht vorgelegt, der die Entwicklung der letzten fünf Jahre in den Blick nimmt. Das Fazit: Die soziale Spaltung in Deutschland verschärft sich. 13,3 Millionen Menschen leben in Armut, die Armutsquote steigt im Jahr 2025 auf 16,1 Prozent – das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als 2024.
Frauen sind demnach mit 16,7 Prozent etwas häufiger von Armut betroffen als Männer mit 15,6 Prozent. Vor allem bei älteren Menschen bleibt die Situation laut Paritätischem Gesamtverband „unvermindert angespannt“. Die Armutsquote liege hier bei 19,5 Prozent.
Am stärksten von Armut betroffen sind Ein-Personen-Haushalte und Alleinerziehende. Bei Alleinlebenden liegt die Armutsquote bei 30,3 Prozent, bei Alleinerziehenden sind es 28,9 Prozent.
Der Sozialabbau, den die Bundesregierung plant, wird diese Situation weiter verschärfen.
Laut Armutsbericht gibt es erhebliche regionale Unterschiede. Während in Bayern etwa jede achte Person von Armut betroffen ist, gilt dies in Sachsen-Anhalt für mehr als jede fünfte Person. In Bremen lebt sogar mehr als jede vierte Person in Armut.
4,6 Millionen Personen leben laut Paritätischem Gesamtverband sogar in „erheblicher materieller Entbehrung“, darunter etwa eine Million minderjährige Kinder und Jugendliche sowie 650.000 Altersrentnerinnen und -rentner.








