Bayer will Monsanto

Bayer, will den amerikanischen Gentechnik-Riesen für 55 Milliarden Euro übernehmen. Die Übernahme ist Teil der Strategie „als Life-Science-Konzern die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen zu verbessern“, wird der neue Bayer-Chef Werner Baumann zitiert.

Monsanto ist Weltmarktführer bei Saatgut und hat quasi ein Monopol auf genmanipulierte Kulturpflanzen. Zudem ist der Konzern, der das Unkrautgift Glyphosat entwickelt hat und dessen führender Verkäufer ist, der viertgrößte Pestizidhersteller nach Syngenta, Bayer und BASF.

Auch Bayer ist schon länger im ­Agrargeschäft aktiv. 2002 etwa kauften die Leverkusener das Landwirtschaftsgeschäft von Aventis, zu dem genmodifizierter Reis gehört. Auch das Pestizid Roundup ist bei Bayer im Angebot.

Fast die Hälfte seines Umsatzes von 46 Milliarden Euro und zwei Drittel seines Gewinns von 6,3 Milliarden Euro erzielte Bayer 2015 im Pharmageschäft, der Rest entfällt auf den Chemiebereich, zu dem auch das Agro-Geschäft gehört.

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"Bayer will Monsanto", UZ vom 27. Mai 2016



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