„Wenn das passiert, wird es Kämpfe geben, und es wird einen Widerstand geben und wir werden uns verteidigen, und wenn wir sterben müssen, werden wir sterben, denn wie unsere Nationalhymne sagt: ‚Für das Vaterland zu sterben heißt zu leben‘“ – mit eindringlichen Worten warnte der Präsident der Republik Kuba, Miguel Díaz-Canel, die USA davor, einen militärischen Konflikt mit der sozialistischen Karibikinsel zu suchen. In dem am vergangenen Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem US-amerikanischen Nachrichtensender „NBC News“ wies Díaz-Canel die Forderungen der USA zu einer Abkehr Kubas vom Sozialismus zurück. Solche Forderungen seien „nicht Gegenstand von Verhandlungen mit den USA“. Der Präsident betonte, sein Land wolle keinen Krieg, und zeigte eine Bereitschaft zu Gesprächen mit Washington. Auch gebe es „keine Rechtfertigung“ für eine militärische Aggression oder etwa die Festnahme eines Staatschefs, erinnerte Díaz-Canel mit Verweis auf die Festsetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA an das Völkerrecht.
US-Präsident Donald Trump hatte Kuba unter anderem auf seiner Plattform „Truth Social“ wiederholt angegriffen und damit geprahlt, er könne das Land jederzeit „übernehmen“. Am Montag behauptete Trump erneut, Kuba sei ein „im Scheitern begriffener Staat“. „Vielleicht werden wir in Kuba vorbeischauen, wenn wir hiermit fertig sind“, meinte er mit Blick auf den Krieg gegen den Iran. Allerdings stehen die USA dort gerade nicht als strahlender Sieger da. Denn die jahrelangen Sanktionen gegen den Iran haben ihn nicht zum wehrlosen Opfer gemacht.
Und auch Kuba, gegen das die USA seit 65 Jahren eine völkerrechtswidrige, mörderische Blockade durchsetzen, wird sich nicht widerstandslos ergeben. Das stellt Präsident Díaz-Canel klar. Daran ändert auch das seit drei Monaten von den USA durchgesetzte Ölembargo gegen die Insel nichts, mit dem getreu dem Mallory-Memorandum Not und Elend unter Kubas Bevölkerung verbreitet werden soll. „Ich habe keine Angst. Ich bin bereit, mein Leben für die Revolution zu geben“, so Díaz-Canel gegenüber NBC. Diese Haltung haben die Kubanerinnen und Kubaner schon vor 65 Jahren bewiesen, als sie binnen 72 Stunden die US-geführte Invasion in der Schweinebucht zurückschlugen.
Und Kuba steht nicht allein. Eine weltweite Solidaritätsbewegung steht zu der sozialistischen Karibikinsel. Sie fordert lautstark ein Ende der mörderischen Blockade und ein Ende der Komplizenschaft anderer Länder und der EU mit dem Terror der USA. So marschierten am vergangenen Samstag zum Beispiel tausende Menschen in Rom, um ihre Unterstützung für Kuba und sein Überleben angesichts der Aggression zu demonstrieren. An der Via Licinia, dem Sitz der kubanischen Botschaft in Italien, hielten die Demonstranten an, um die Grüße der versammelten Botschaftsmitarbeiter zu erwidern. In Berlin fand zeitgleich die von der Tageszeitung „junge Welt“ organisierte Solidaritätskonferenz mit Kuba statt. Am Folgetag konnte bei der Solidaritätsmanifestation mit Kuba in der Leverkusener Karl-Liebknecht-Schule der DKP verkündet werden, dass das Spendenziel von 100.000 Euro für die Kommunistische Partei Kubas übertroffen werden konnte.








