Berlin holt auf

Die Mieten in Großstädten wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und Leipzig steigen weiter deutlich an. Nach Zahlen des in der Branche tätigen Unternehmens Jones Lang LaSalle (JLL) beträgt die Steigerung in der zweiten Jahreshälfte 2023 im Schnitt 8,2 Prozent. Ein Ende des Mietpreisanstiegs sei nicht abzusehen.

JLL hat nach eigenen Angaben rund 35.000 Miet- und 41.000 Kaufinserate für Neubauten und Bestandsgebäude ausgewertet. Die Höhe der dort angegeben Mieten ist nicht gleichzusetzen mit den tatsächlich vereinbarten Mieten. Die Abweichungen fallen aber seltener und geringer aus als bei Kaufpreisen.

Besonders deutlich sind die Angebotsmieten in Berlin und Leipzig gestiegen. In der Hauptstadt stellt JLL einen Anstieg von gut 21 Prozent fest. Damit nähere sich Berlin mit im Schnitt 19,42 Euro pro Quadratmeter dem Preisniveau von München (22,50 Euro) als teuerste deutsche Stadt an. In kreisfreien Städten zogen die Angebotsmieten laut JLL um 4,8 Prozent an, in Landkreisen um 5,5 Prozent.

Angesichts des Wohnungsmangels sei der Anstieg nicht verwunderlich. Die Folge sei, dass die Kluft zwischen Bestands- und Neuvertragsmieten wachse, was Mieter vom Umzug abhalte.

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"Berlin holt auf", UZ vom 9. Februar 2024



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