Teuer und zu wenig

Wohnraum bleibt Mangelware
Von WSK
|    Ausgabe vom 12. Januar 2018

Im Koalitionsvertrag in Berlin von 2016 wurde der Bau von jährlich 20 000 Wohnungen versprochen. Allerdings lassen vor allem private Bauherren und Konzerne Immobilien errichten, um sie teuer zu verkaufen. Der Bau von Luxuswohnungen kostet ungefähr soviel wie der Bau preisgünstigen Wohnraums. Aber die Renditeaussichten sind ungleich höher.
6 000 der jährlich versprochenen Neubauwohnungen sollen durch kommunale Wohnungsbaugesellschaften entstehen. Doch 2017 wurden nicht einmal 50 Prozent davon fertiggestellt, und angesichts nur geringer Bauanträge ist auch für die Folgejahre schon absehbar, dass es weit weniger werden. Zudem wird auch hier teuer vermietet. Über 60 Prozent der Berliner Haushalte erfüllen auf Grund ihrer niedrigen Einkommen die Kriterien für einen Wohnberechtigungsschein. Für Geringverdiener verschärft sich die Lage, zumal in jedem Jahr die Förderung für tausende „Sozialwohnungen“ ausläuft. 2016 galt das für 9 000 Wohnungen.
Auch bundesweit fehlt erschwinglicher Wohnraum. „Wir verlangen, dass CDU, CSU und SPD die Wohnungs- und Mietenpolitik endlich in den Fokus ihrer Arbeit rücken, forderte der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten. Wohnen müsse bezahlbar sein, sonst steht der soziale Frieden in Deutschland auf dem Spiel.


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