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Monopole, Angler, Kommunales

Eine breite Palette beim Bildungswochenende der DKP Mecklenburg-Vorpommern
Von Jan Salm
|    Ausgabe vom 12. April 2019
Spaziergang mit Plakaten und Fahnen durch den Hafen von Barhöft (Foto: DKP MV)
Spaziergang mit Plakaten und Fahnen durch den Hafen von Barhöft (Foto: DKP MV)

Es sind wieder Wahlkampfzeiten in Mecklenburg-Vorpommern. Parallel zu den Wahlen zum EU-Parlament stehen im Mai auch Kommunalwahlen an. Im Rahmen eines der halbjährlich stattfindenden Bildungswochenenden der DKP trafen sich 16 Interessierte im beschaulichen Barhöft vor den Toren Stralsunds.
Begonnen wurde das Wochenende mit einer gemeinsamen Veranstaltung von Rotfuchs und DKP zur Rechtsentwicklung in Europa mit Arnold Schölzel, dem Vorsitzenden des Rotfuchs-Fördervereins und ehemaligen Chefredakteurs der Tageszeitung „junge Welt“. Arnold skizzierte in einem umfangreichen Referat ökonomische Interessen hinter den rechten Regierungen Europas und hob hervor, dass nicht nur Osteuropa ein Problem mit rechten Parteien in Machtpositionen hat. Finnland und der NSU-Skandal in Deutschland dienten hier als konkrete Fallbeispiele.
Weiter ging es nach angeregter Diskussion und gestärkt durch pressefest­erprobte Soljanka im kleineren Kreis mit der Bildungszeitung „Kommunisten und das Europa der Monopole“. Die Gäste aus Stralsund, Rostock, Schwerin, Wismar, Pasewalk, Rügen und auch Nürnberg diskutierten in Kleingruppen Texte und Arbeitsfragen und stimmten sich so weiter inhaltlich auf den EU-Wahlkampf ein. Ursprünge und damit prägende Momente der EU wurden prägnant und kurz zusammengefasst: „Es fing an mit Kohle und Stahl, nicht mit Sozial und Torte.“ Und auch weiterhin gilt, die EU ist keine Sozialunion.
Neben der Bildungszeitung selbst wurden das bekannte Zitat Lenins „[…]sind die Vereinigten Staaten von Europa unter kapitalistischen Verhältnissen entweder unmöglich oder reaktionär“ im vollständigen Kontext sowie Texte von Lucas Zeise und Andreas Wehr zu Europa behandelt.
Auch wenn die Plakate für den EU-Wahlkampf noch nicht aufgehängt werden dürfen, war es nicht zu früh, die ersten an die Seeluft zu bringen. Ein Spaziergang mit Plakaten und Fahne durch den örtlichen Hafen endete in einem Fotoshooting mit dem EU-Kandidaten aus MV, Robert Kühne. Auf dem Rückweg auf die Plakate angesprochen, nutzten die Genossinnen und Genossen die Neugier einiger Angler zu einem improvisierten Agitationstraining. An leibhaftigen Berlinern konnten Argumente gegen die EU erprobt werden. Ob die Agitation gegen die EU oder das Werben für Union Berlin der neuen Bekannten erfolgreicher war, bleibt abzuwarten.
Der Sonntag begann mit dem dritten Teil der Bildungszeitung und der angeblichen Kritik rechter Parteien an der EU, hier konnte auch gut an Arnolds Ausführungen vom Vortag angeknüpft werden.
Den Abschluss bildete eine Runde zum Wahlprogramm der DKP mit dem Kandidaten zur Kommunalwahl in Stralsund, Erich Bartels. In den Diskussionen wurde klar, dass das Programm nicht ein Forderungskatalog fernab der Realität ist, sondern direkt an Bedürfnissen der Menschen anknüpft und Forderungen gegen Privatisierung und für Wohnungsbau kommunal gut aufgenommen werden.
Die DKP in MV bildet sich nicht nur, wo andere Urlaub machen, sondern ist auch aktiv. Daher steht schon die Verabredung zum Aktionswochenende in 14 Tagen, um Wahlplakate in Stralsund und Umgebung aufzuhängen. Hoffentlich ergeben sich weitere spannende Gespräche mit Anglern und anderen.


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Leserbrief zu Artikel »Monopole, Angler, Kommunales«, UZ vom 12. April 2019





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