Italien darf Bank retten

Die älteste Bank der Welt Monte die Paschi di Siena ächzt unter einem Milliardenberg fauler Kredite und braucht dringend frisches Kapital. Der Rettungsplan dazu war ursprünglich bis Ende Dezember angelegt. Dabei sollten fünf Mrd. Euro über eine Kapitalerhöhung und einen Anleihentausch erlöst werden.

Als vergangene Woche der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi zurückgetreten war, bat Monte Paschi die Europäische Zentralbank um mehr Zeit für den Plan, was die EZB aber ablehnte. Nun hat der italienische Staat angekündigt, Monte dei Paschi di Siena notfalls unter die Arme zu greifen und die Bank mit frischem Geld auszustatten. Nach der Finanzkrise hatte man sich in EU-Europa angeblich darauf geeinigt, dass Eigentümer und Gläubiger für Verluste von Banken haften und nicht mehr die Steuerzahler. Das stellte ausgerechnet Bundesbankpräsident Jens Weidmann richtig. Er zeigte sich für eine Beteiligung Italiens an der Rettung von italienischen Banken offen. „Dass sich neben den Investoren auch der Staat an einer Krisenlösung beteiligt, lässt sich wohl nie grundsätzlich ausschließen“, sagte er der „FAS“.

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"Italien darf Bank retten", UZ vom 16. Dezember 2016



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