Bildungszeitung gehört zunächst in die Grundorganisationen

Keine abgehobene Diskussion

Claus Hofmann, Regensburg

Ich bin seit nun mehr als 45 Jahren in der DKP. Und in dieser Zeit fanden nicht wenige Bildungsabende statt. Ziel war und ist, nicht nur Tagesfragen zu diskutieren, sondern mehr und tiefere Einblicke in gesellschaftlichen Fragen zu erarbeiten.

Bildungsthemen für die Gesamtpartei sind nur dann erfolgreich, wenn das „Parteivolk“ diskutiert. Deshalb finde ich es befremdlich, wenn zig Erklärungen, Angriffe und Entschuldigungen über ein Bildungsheft sowohl in der UZ als auch in anderen Publikationen zu lesen sind, ohne dass es in unseren Grundeinheiten behandelt wurde. Brauchen wir immer wieder einzelne Vorkauer, die uns sagen, was richtig oder falsch ist? Ist der Erkenntnisgewinn nur über anstatt mit einer Diskussion des Bildungsheftes erfolgreich?

Sicher ist manch ein Absatz des Bildungsheftes diskussionswürdig. Aber ein Bildungsheft ist kein Parteiprogramm, wo jeder Punkt und jedes Komma diskutiert werden muss.

Wenn nach eingehenden Diskussionen und Studium in den Grundeinheiten festgestellt wird, dass das Bildungsheft einige Fragen vielleicht anders hätte stellen müssen, dann haben wir etwas gelernt. Und darauf kommt es an.

Danach ist eine Einschätzung, ob die Bildungszeitung gut oder schlecht ist, auch nötig. Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es nur eine abgehobene Diskussion einiger sogenannter Experten.

Zum Schluss: Ich habe mich ganz bewusst nicht zu den Inhalten der Bildungszeitung geäußert. Das diskutieren wir erst einmal vor Ort.

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"Keine abgehobene Diskussion", UZ vom 30. Oktober 2020



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