Hisbollah-Generalsekretär Naim Kassim sieht keine Waffenruhe im Libanon und wirft Israel sowie den USA fortdauernde militärische Attacken vor. „Es gibt keine Waffenruhe im Libanon, sondern eine andauernde israelisch-amerikanische Aggression“, erklärte Kassim. Worte reichten nicht aus, um die Angriffe auf Zivilisten, Dörfer und Städte, die Zerstörung und die Tötung von Kindern, Frauen, Männern und Alten zu verurteilen.
Israels Armee griff am Montag dieser Woche und in den Tagen davor erneut angebliche „Infrastruktur der Hisbollah“ im Süden des Landes an. Mehrere Orte wurden bombardiert, zudem wurden Gefechte am Boden gemeldet. Aus mehreren Dörfern sind erneut Menschen geflüchtet. Israels Armee hatte die Einwohner mehrerer südlibanesischer Ortschaften aufgefordert, diese zu verlassen.
Zudem stoppt die israelische Armee nicht die Plünderungen durch Soldaten im Südlibanon. Die israelische Zeitung „Jediot Achronot“ zitierte einen namentlich nicht genannten Reservisten, der berichtete, er habe mehrere Fälle von Plünderungen im Libanon erlebt.
„Wir trafen an der Grenze viele Reserveeinheiten, sie nahmen einfach alles mit – Waffen, Souvenirs, Schmuck, Decken, Bilder“, berichtete der Soldat. In einem anderen Fall habe er aber erlebt, wie ein israelischer Kommandeur Soldaten daran gehindert habe, Raubgut nach Israel mitzunehmen. Auch die israelische Zeitung „Haaretz“ berichtete, Soldaten hätten private Häuser und Geschäfte im Libanon geplündert, deren Einwohner oder Besitzer vor den Kämpfen geflohen seien. Bereits im Gaza-Krieg hatte es ähnliche Berichte gegeben.








