2.656 Menschen haben im ersten Quartal 2026 einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt. Das sind fast so viele wie im gesamten Jahr 2024, in dem insgesamt 2.998 Menschen einen solchen Antrag stellten. Allen Werbemaßnahmen der Bundeswehr zum Trotz dürfte es im laufenden Jahr einen neuen Höchststand der Kriegsdienstverweigerung seit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 geben.
Schon 2025 seien deutlich mehr Anträge auf Kriegsdienstverweigerung gestellt worden als die 3.867, die in aktuellen Medienberichten genannt werden, sagte Yannick Kiesel von der DFG-VK der „jungen Welt“. Den Anstieg nannte er ein „klares gesellschaftliches Signal gegen die fortschreitende Militarisierung“. Das Vertrauen in militärische „Lösungen“ sinke, während der Wunsch nach zivilien Konfliktlösungen wachse.








