Über die Angriffe auf Sowjetische Ehrenmale

Russenhass mit links

Die Sowjetischen Ehrenmale Berlins sind seit den Zeiten des Kalten Kriegs für die Frontstadtparteien ein Ärgernis. Nun läuft die Fraktion der Partei „Die Linke“ im Berliner Abgeordnetenhaus zu diesen Anführern des Russenhasses in der BRD über. Die „Welt am Sonntag“ (WamS) zitiert die Fraktionsvorsitzende Anne Helm mit der Lüge: „Russland missbraucht seit Jahren die Feierlichkeiten um den Tag der Befreiung für seine Kriegspropaganda.“ Dem folgt der Satz: „Wir stellen uns jeder Form der revisionistischen Vereinnahmung entgegen.“ Man werde dem Antrag der Grünen im Abgeordnetenhaus „Sowjetische Ehrenmale in Berlin geschichtlich einordnen und vor politischer Instrumentalisierung schützen“ zustimmen.

Die „Einordnung“ sieht nicht vor, die Machtübergabe an den Faschismus am 31. Janur 1933 und den Auftrag Hitlers an die deutsche Generalität vom 3. Februar 1933, den Feldzug gegen die So­wjet­union vorzubereiten, zu erwähnen. Auch nicht die folgende Aufrüstung oder das Münchner Abkommen 1938. Stattdessen nennen die von der „WamS“ zitierten SPD- und Grünen-Abgeordneten alle Legenden, die seit der 50er Jahre-BRD den „Zusammenbruch“ von 1945 erklären sollen: „Hitler-Stalin-Pakt“, „sowjetische Aggression gegen Polen, das Baltikum und Finnland“, unterdrückte Minderheiten in der So­wjet­union et cetera. Heißt: Stalin hat den Krieg begonnen und „wir“ gewinnen ihn nachträglich durch „Kontextualisierung“.

Sahra Wagenknecht hält das alles laut „WamS“ zu Recht für „komplett irre“. Die Grünen seien „von Russlandhass besessen“. „Die Linke“ im Abgeordnetenhaus, die auf Ausschussebene bereits Einverständnis mit den Grünen signalisierte, nun auch. Im Berliner Stadtparlament bleibt als Gegner des ideologischen Amoklaufs Alexander King (BSW). Auch AfD und CDU gehen nicht mit – aus anderen Gründen. Die AfD meint, die „sowjetischen Ehrenmale schaffen es durch ihren übertriebenen Propaganda-Gestus von ganz allein, die stalinistische Rhetorik zu entlarven“. Die CDU teilt zwar vieles in dem Antrag der Grünen, hat sich aber noch nicht abschließend mit ihm befasst.

Bei den Bundestagswahlen 2025 lag „Die Linke“ (21,8 Prozent bei Erststimmen) in Berlin vor der CDU (21,3) und erreichte in Ostberlin 27 Prozent der Stimmen. Jetzt überholt sie die CDU im Russenhass. Diese Kriegs-Linke ist bei den Abgeordnetenhauswahlen am 20. September unwählbar.

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"Russenhass mit links", UZ vom 5. Juni 2026



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