Nach seiner Frage bei einer Pressekonferenz zur Tötung russischer Soldaten ist in Moskau ein Strafverfahren gegen einen deutschen Journalisten eingeleitet worden. Ermittelt werde gegen den Korrespondenten der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) wegen des Schürens von Hass und Feindseligkeit, meldete die russische Nachrichtenagentur TASS. Aktuell werde entschieden, ob der Reporter, der für die Zeitung aus Wien über Südosteuropa berichtet, international zur Fahndung ausgeschrieben werde.
Der Korrespondent hatte vor gut einer Woche in Belgrad den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski gefragt, was „die Europäer“ tun könnten, um der Ukraine dabei zu helfen, mehr Russen zu töten (siehe UZ vom 14. August). Die Zeitung hatte danach am Montag erklärt, die Frage des Reporters sei „missverständlich formuliert“ gewesen. Dies bedauere man. Es sei nicht die redaktionelle Linie der FAZ, dass möglichst viele russische Soldaten getötet werden sollten. Allerdings kritisierte die Zeitung auch angebliche „Diffamierungen und Drohungen“ gegen ihren Korrespondenten. Zur Pressefreiheit gehöre das Recht, Fragen zu stellen, gerade auf einer Pressekonferenz.








