Eine kleine Belegschaft hat Großes erreicht. Seit dem 4. Mai hatten die rund 50 Beschäftigten der Stanley Feinwerktechnik GmbH im mittelhessischen Dorlar unbefristet für die volle Tarifbindung der Metall- und Elektroindustrie und damit ein Ende ihrer Diskriminierung im Konzern gestreikt. In der Nacht vom 13. auf den 14. Mai, nach acht Tagen Erzwingungsstreik, konnte ein Verhandlungsergebnis erzielt werden, das die volle Tarifbindung der Metall- und Elektroindustrie nach Ablauf eines Stufenplans bis Anfang 2029 regelt.
In der Folge erhalten die Auszubildenden schon ab Mai eine Vergütung auf vollem Tarifniveau. Außerdem gilt für sie ab sofort die 35-Stunden-Woche. Für die übrigen Beschäftigten von Stanley Feinwerktechnik wird die 35-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich in zwei Stufen eingeführt: Hierzu wird die wöchentliche Arbeitszeit im Januar 2027 auf 37,5 und im Januar 2028 auf 35 Stunden in der Woche reduziert.
Mit der nächsten Gehaltsabrechnung erhalten die Beschäftigten im Juni zusätzlich 1.000 Euro netto. Ihre Monatsentgelte werden ab Juli um 1,50 Euro pro Stunde erhöht, was 261 Euro entspricht. Eine weitere Entgelterhöhung in Höhe von 3,1 Prozent folgt im September 2026. Die tariflichen Sonderzahlungen T-Zug A und B sowie T-Geld gelten ab 2027 und der IG-Metall-Mitgliederbonus in Höhe von 500 Euro wird ebenfalls ab Januar 2027 ausgezahlt.
Ein Wermutstropfen bleibt: Der von der Unternehmensleitung zwei Stunden vor der Urabstimmung zum Erzwingungsstreik angedrohte Stellenabbau ist noch nicht vom Tisch. Doch die Belegschaft hat gezeigt, dass sie nicht klein beigibt.








