Ausstellung von Guido Zingerl im Kunsthaus

„Unsäglich und Sagenhaft“

Er ist der große politische Künstler des Landkreises: Seit Jahrzehnten arbeitet sich Guido Zingerl am Zustand der Republik und der Gesellschaft ab, an der Geschichte, den dunklen Seiten der Menschheit. Seine Werke, mit grobem Strich auf die Leinwand gebracht, sind schreiende Anklagen. Grob, schonungslos, oft provozierend. Das Kunsthaus Fürstenfeldbruck zeigt nun in der Ausstellung „Unsäglich und Sagenhaft“ zwei Zyklen Zingerls, die von Anfang 2019 bis Mitte 2020 entstanden und damit hochaktuell sind.

Eine Abrechnung mit all dem, was Zingerl am aktuellen Zustand der Gesellschaft stört – und das ist so einiges –, ist der 2019er-Zyklus „Das Narrenschiff‘. Darin thematisiert der 88-Jährige noch einmal all jene Motive, die sein Werk schon seit so vielen Jahren begleiten: Ausbeutung, globale Ungerechtigkeiten, Kapitalismus, Konsum, Krieg, Faschismus. Der Zyklus besteht aus 16 Gemälden, einem Triptychon, einem Pentaptychon, elf Zeichnungen und 13 Karikaturen, die allesamt in der Ausstellung zu sehen sind. Angeordnet sind sie praktischerweise der Reihe nach so wie im von Zingerl herausgegebenen Buch, so dass der Besucher mit der Publikation in der Hand Seite für Seite Werk für Werk abschreiten kann.


Guido Zingerl
„Unsäglich und Sagenhaft“
Fürstenfeldbruck
Ausstellung läuft noch bis 13. Juni

Aktuelle Informationen zur Ausstellung, den Öffnungszeiten und zur Anmeldung gibt es unter
www. kunsthaus-ffb.de oder Kunsthaus FFB, Fürstenfeld 7, Tel.: 08141-818 29 22

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"„Unsäglich und Sagenhaft“", UZ vom 11. Juni 2021



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