Gut 50 Menschen haben am Mittwochabend an der Vormaifeier der DKP Gießen im Restaurant Chamäleon mit Liedermacher Kai Degenhardt teilgenommen. Martina Lennartz von der DKP Gießen führte als Moderatorin durch das Programm. Jan, Vorsitzender der SDAJ Hessen, schlug in seinem Grußwort einen Bogen von Schulstreiks gegen den Ersten Weltkrieg bis zur aktuellen Schulstreik-Bewegung gegen die Wehrpflicht und lud dazu ein, den nächsten Schulstreik am 8. Mai zu unterstützen.
Anschließend referierte UZ-Redakteur Valentin Zill zum Thema „UZ stärken, DKP stärken“. Ihre Aufgabe als zentrales Öffentlichkeitsmaterial der DKP könne die Zeitung nur im ständigen Austausch mit Lesern und Parteimitgliedern erfüllen. Zill riet dazu, UZ bei Aktionen der Partei immer mitzudenken. Die Zeitung sei ein Alleinstellungsmerkmal: „Welche andere Partei in Deutschland hat eine solche Zeitung?“
Kai Degenhardt schlug mit seinem Programm einen Bogen von den Anfängen der Arbeiterbewegung bis heute. Zwischen Lieder von ihm, seinem Vater Franz-Josef Degenhardt, von Brecht, Tucholsky und anderen gab er Anekdoten aus den Entstehungsgeschichten zum Besten – mit Humor. Sein digitales Percussion-Pad Roland SPD::ONE KICK habe er sich des Namens wegen zulegen müssen, feixte der Liedermacher.
Neben und teils auch mit Kai Degenhardt trat der Chor der Solidarität aus Gießen auf. Der Chor hatte sich vor einem Jahr gegründet, nachdem Kai Degenhardt während eines Auftritts in Gießen geäußert hatte, die Tradition der Arbeiterlieder drohe, verloren zu gehen. Auf Demonstrationen in Gießen hat sich der Chor schon einen Namen gemacht. Die Feuertaufe im geschlossenen Raum gelang mit Bravour.
Martina Lennartz warb immer wieder dafür, UZ kostenlos sechs Wochen lang kennenzulernen. Mit Erfolg: Gleich zehn der Teilnehmer entschieden sich für ein unverbindliches Probe-Abo.









