Wut gegen Wahrheit

Israels Kulturminister Miki Zohar wirft den Machern des Films „Naza“, Yuval Abraham und Rachel Szor, „Verrat am Staat“ vor. Auf X drohte er, ihnen die israelische Staatsbürgerschaft zu entziehen. Der rechtsextreme Minister für Nationale Sicherheit, Ben Gvir, nennt den Film „Naza“, übersetzt etwa „Kollateralschaden“, schlicht „Verleumdung“. Der 80-minütige Dokumentarfilm über Israels Krieg im Gazastreifen wurde bei den 83. Filmfestspielen von Venedig mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Bei der Premiere am 10. September gab es rund 25 Minuten lang Standing Ovations. Der Film enthält Interviews mit 24 israelischen Militärangehörigen, Geheimdienstlern und Whistleblowern, die anonym schildern, wie die israelische Armee im Gazastreifen palästinensische Zivilisten getötet hat. Yuval Abraham und Rachel Szor gewannen bereits 2024 gemeinsam mit Basel Adra und Hamdan Ballal bei der Berlinale den Dokumentarfilmpreis für „No Other Land“ über die Vertreibung von Palästinensern im Westjordanland.

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"Wut gegen Wahrheit", UZ vom 18. September 2026



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