Puh, da haben wir noch einmal Glück gehabt. Beinahe – so berichteten zahlreiche Medien in den vergangenen Tagen – sei es dem Iran gelungen, eines der edelsten Pflänzchen für immer aus unserem großen demokratischen Garten zu rupfen. Ausgerechnet der allseits beliebte Volker Beck, Grünen-Politiker und Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), soll auf der persischen Abschussliste gestanden haben. Zumindest glaubt das die Bundesanwaltschaft, die vor wenigen Tagen zwei Verdächtige aus dem Hut gezogen hat, die ein Mordkomplott gegen Beck und Josef Schuster, den Vorsitzenden des Zentralrates der Juden, geplant haben sollen. Und woher weiß man das alles? Natürlich vom israelischen Geheimdienst Mossad, der gemeinhin als Hüter von Recht und Wahrheit gilt – und darüber hinaus noch erhebliche Expertise bei der Durchführung von Mordanschlägen vorzuweisen hat. Auch Volker Beck ist voll im Thema. Von Gaza werde „nicht viel übrigbleiben“ prophezeite der DIG-Vorsitzende schon im Oktober 2023 und rechtfertigte das damit, dass Israel die Tunnelsysteme der Hamas zerstören „muss“. Aber auch für Einzelpersonen hatte Beck in der Vergangenheit gute Ratschläge. „Cool down“, riet er auf X zum Beispiel Yuval Abraham, Regisseur des Dokumentarfilms „No other land“, nachdem dieser Morddrohungen erhalten hatte. Es ist diese feingeistige Art, die wir alle sehr vermisst hätten.
Cool down

(Foto:Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen / flickr.com / CC BY-SA 2.0 / Bearb.: UZ)
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"Cool down", UZ vom 29. Mai 2026

