Nach mehreren Fällen von politisch motivierten Kontokündigungen gegen linke Organisationen geraten weitere Vereine und Gruppen ins Visier der Banken. So soll die Leipziger VVN-BdA zum 11. Mai ihr Konto bei der Deutschen Skatbank verlieren. Gründe wurden den Betroffenen nicht genannt. „Das Entziehen des Kontos ist ein direkter Angriff auf unsere jahrzehntelange antifaschistische Arbeit und zielt darauf ab, uns handlungsunfähig zu machen“, heißt es in einer Mitteilung der VVN-BdA. Auch der Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (BdA) in Berlin-Treptow hat mit Debanking zu kämpfen. Dem Verein wird die Eröffnung eines Kontos bei der Sparkasse verweigert. „Wir sind die Koordinierungsstelle für Stolpersteine im Bezirk, dafür benötigen wir ein Konto, weil wir sonst keine Spenden von Überlebenden oder Hinterbliebenen zum Beispiel aus dem Ausland annehmen können“, sagte die Vereinsvorsitzende Ellen Händler dem „nd“.
Debanking fortgesetzt
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"Debanking fortgesetzt", UZ vom 24. April 2026







