Einfallsreichtum auf Kuba

Wahrend sich die Energieversorgung auf der Karibikinsel durch die von US-Präsident Donald Trump im Januar verhängte komplette Ölblockade immer weiter zuspitzt, leisten die Kubanerinnen und Kubaner einfallsreichen Widerstand. So gibt es inzwischen sogenannte „Stromtankstellen“, an denen Menschen bis zu zwei Stunden am Stück ihre Handys, Lampen, Fahrzeuge und andere Gerätschaften aufladen können. Rein durch Solarstrom, unabhängig vom Stromnetz – und in den ersten zwei Stunden kostenfrei.

25 sogenannten Solineras sind mittlerweile in Kuba in Betrieb, weitere 15 befinden sich in verschiedenen Bau- und Planungsphasen.

Das in Havanna ansässige Unternehmen Empresa de la Industria Electrónica (EIE) ist einer der größten Betreiber dieser Anlagen – und das nach eigenen Angaben erste kubanische Unternehmen, das seinen gesamten Eigenbedarf durch Photovoltaik deckt: 22 Solarfelder speisen täglich rund 3.000 Kilowattstunden in das Netz ein. Mehr als 15 Solineras betreibt die EIE allein in der Hauptstadt Havanna, darüber hinaus befinden sich weitere in Matanzas und Villa Clara. Ihre Gründung wird im Rahmen des laufenden 176-Punkte-Reformplans von der Regierung steuerlich gefördert.

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"Einfallsreichtum auf Kuba", UZ vom 7. August 2026



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