Energiefresser verschont

Die EU-Kommission will den CO2-Ausstoß in Europa drastisch senken. Für bestimmte Branchen, die einen besonders großen Strombedarf haben, soll es dabei aber eine Ausnahmeregelung geben. Das betrifft besonders metallproduzierende Konzerne. Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erlaubt im Rahmen der „EU-Beihilferegeln“ jedoch, dass die höheren Kosten durch den EU-Emissionshandel (ETS) kompensiert werden können. Der Handel mit Emissionsrechten belastet die teilnehmenden Industrien auf zwei Wegen: direkt, wenn sie Zertifikate ersteigern müssen, und indirekt, wenn Energieversorger die ihnen entstehenden Kosten des Emissionshandels auf die Strompreise aufschlagen. Die EU-Beihilferegeln erlauben es nun den nationalen Regierungen, bestimmten Industrien einen Großteil dieser indirekten Kosten zu erstatten. Damit sei der „Grundstein dafür gelegt, dass unsere Unternehmen auch im kommenden Jahrzehnt noch Aussicht auf eine Produktion hier in Europa haben“, sagte Franziska Erdle, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Metalle (WVM).

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"Energiefresser verschont", UZ vom 25. September 2020



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