Firmensterben

187.744 Unternehmen haben 2025 den Betrieb in Deutschland eingestellt. Das geht aus Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform und des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervor. Die Schließungen lägen damit so hoch wie seit fast 20 Jahren nicht, so Creditreform, und um fast 10 Prozent über dem Wert von 2024.

Die „Krisendynamik“ fresse sich mittlerweile durch die „gesamte Breite der Wirtschaft“, so Patrik-Ludwig Hantzsch, der die Abteilung für Wirtschaftsforschung bei Creditreform leitet. Auch „eigentlich gesunde“ Firmen würden ihre Geschäftstätigkeit einstellen. Besonders hoch sei die Zahl der Schließungen jedoch im Gastgewerbe. Hier hätten im vergangenen Jahr etwa 15.000 Betriebe dichtgemacht. Das seien etwa 15 Prozent mehr als 2024.

Auch im Gesundheitswesen habe sich der Negativtrend fortgesetzt: Knapp 11.000 stellten den Betrieb ein, darunter knapp 5.500 Arztpraxen. In der Industrie habe es etwa 11.000 Betriebe getroffen.

Laut ZEW-Forscherin Sandra Gottschalk gehen aber nur 13 Prozent der insgesamt 187.744 erfassten Schließungen im vergangenen Jahr auf eine Insolvenz zurück. Viele Ärzte, Gastwirte oder Firmeninhaber fänden keine Nachfolger. Fast ein Drittel aller „freiwilligen“ Schließungen erfolge aus Altersgründen.

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"Firmensterben", UZ vom 21. August 2026



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