Düsseldorfer Airport droht ein Dreckstall zu werden

Flughafen peilt Ärger an

Von IG BAU/Uwe Koopmann

Am Düsseldorfer Flughafen könnte es noch im Advent Streiks geben – mit schmutzigen Toiletten und dreckigen Gates. Der Grund: Die Dienstleistungsfirma Klüh Cleaning GmbH will alle 168 Reinigungskräfte am Airport bis Ende des Jahres auf die Straße setzen. Einem Teil der Beschäftigten sei bereits gekündigt worden, berichtet die IG BAU. Für den zuständigen Gewerkschaftssekretär Mahir Sahin steht fest: „Wenn nicht bald ein Sozialtarifvertrag für die Mitarbeiter vorgelegt wird, könnte der Arbeitskampf schnell starten.“

Hintergrund ist die Neuausschreibung der Reinigung durch die Flughafen GmbH, die zu einem Firmenwechsel an die Dr. Sasse AG München geführt hat. Die IG BAU fordert den bisherigen Dienstleister Klüh auf, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter zu beschäftigten. Sahin: „Wenn sie das partout ablehnen sollten, müssen in einem Sozialtarifvertrag die Folgen für die Beschäftigten abgefedert werden. Dazu gehört auch eine solide Abfindung.“ Die Reinigungskräfte hätten bereits eine eigene Tarifkommission gebildet. „Sie sind zum Kämpfen bereit, sollte die Firma nicht auf die Forderungen eingehen.“

Bei mehreren Aktionen in der Abflugebene beteiligten sich Genossinnen und Genossen der DKP solidarisch an der Information der Reisenden. Vor den Schaltern der Emirates Airline kamen Fluggäste mit Vertretern des Reinigungspersonals und der IG BAU ins direkte Gespräch.

Ab Januar übernimmt die Dr. Sasse AG das Reinigungsgeschäft am Flughafen. Von ihr verlangt die IG BAU eine Übernahmegarantie für alle 168 Beschäftigten der Alt-Firma.

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"Flughafen peilt Ärger an", UZ vom 8. Dezember 2017



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