Für Frieden mit Russland und China

Im Vorfeld des 22. Juni 2021 wendet sich die Deutsche Kommunistische Partei an alle friedliebenden Menschen in unserem Land. An diesem Tag ist es 80 Jahre her, dass die faschistische Wehrmacht ihren Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion begann. Diese zahlte für den Tag der Befreiung am 8. Mai 1945 den Blutzoll von 27 Millionen Menschenleben.

Es handelte sich hierbei um einen Krieg, der mit früheren nicht zu vergleichen ist. Es ging nicht einfach nur um die militärische Niederwerfung des Gegners. Vielmehr sollte hier der sozialistische Erzfeind des Faschismus vernichtet, eine als rassisch minderwertig angesehene Bevölkerung ausgelöscht werden. Das letztliche Ziel war ein „germanisierter“ Großraum im Osten, der vor allem der deutschen Industrie gewaltige Massen an Sklavenarbeitern, Rohstoffen und Agrarerzeugnissen liefern sollte. Ein „Generalplan Ost“ sah vor, 14 Millionen Einheimische als Sklaven am Leben zu lassen und 31 Millionen zu deportieren und zu ermorden.

Dieser Überfall und der darauf folgende Krieg waren die brutalste Form der Umsetzung der aggressiven Strategie des deutschen Imperialismus zur Sicherung von Rohstoffen, Arbeitskräften und dessen Einflusssphäre. Die Strategie selbst ist älter als der deutsche Faschismus und sie wirkt bis heute nach. Das zeigt die derzeitige aggressive Politik gegenüber der Russischen Föderation.

Der Umgang mit diesem Kapitel in der heutigen Bundesrepublik ist beschämend. Die Idee einer parlamentarischen Gedenkveranstaltung, vorgebracht aus den Reihen der Partei Die Linke, wurde mit einer fadenscheinigen Begründung abgelehnt. Deutsche Presseorgane bieten zum deutsch-russischen Verhältnis geradezu groteske Beispiele von Geschichtsvergessenheit, die das Schlimmste befürchten lassen. Ein Beispiel aus der „Zeit“: „Darüber hinaus muss sich gerade die kulturelle Linke von der Vorstellung lösen, der Frieden mit Russland um beinahe jeden Preis sei wegen des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion 1941 eine moralische Pflicht.“ Die „Zeit“ verbindet dies mit einem Lob für Bündnis 90/Die Grünen, die mit der Krankheit der Russland-Freundlichkeit noch am wenigsten befallen seien. (…)

Die Alternative zum Frieden mit Russland bedeutet Rüstungseskalation und Kriegsgefahr. Dieser Krieg wäre für Europa vernichtend. Deshalb fordert die DKP im Bundestagswahlkampf den Austritt der Bundesrepublik aus der NATO und die Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr. Wir treten ein für ein partnerschaftliches und kooperatives Verhältnis zu Russland und fordern: Frieden mit Russland und der Volksrepublik China!

(Aus der Erklärung der DKP zum 80. Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion. Den vollständigen Text gibt es unter kurzelinks.de/su)

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"Für Frieden mit Russland und China", UZ vom 18. Juni 2021



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