Jahresauftakt der DKP

Die DKP feierte am vergangenen Samstag im Anschluss an die Rosa-Luxemburg-Konferenz der „jungen Welt“ im Berliner MOA-Hotel ihren Jahresauftakt. Mehr als 400 Mitglieder und Freunde der DKP waren gekommen, um am Ende eines langen Konferenztages mit Achim Bigus & Madou zu singen, aber auch um Reden des DKP-Vorsitzenden Patrik Köbele, der SDAJ und von internationalen Gästen zu hören. Köbele erinnerte in seiner Rede an die Gründung der UdSSR vor 100 Jahren: „Das Verhältnis zur Sowjetunion war, ist und bleibt ein Prüfstein für jede Kommunistin und jeden Kommunisten.“ Das gelte ebenso für das Verhältnis zur Deutschen Demokratischen Republik, so Köbele. Er führte mit Blick auf den NATO-Krieg gegen Russland aus: „Dass der deutsche Imperialismus so mit dem Feuer spielt, dass er unser Land immer tiefer in den Krieg verwickelt und die Gefahr steigt, dass Krieg dieses Land erreicht, das hätte es mit einer existierenden Sowjetunion, mit einer existierenden DDR, mit der Roten Armee und der Nationalen Volksarmee nicht gegeben.“ Mit Blick auf die sogenannten Silvesterkrawalle benannte Köbele, was in diesem Land wirklich Gewalt ist: „Altersarmut, Flaschensammeln – beides Massenerscheinungen. Hartz IV heißt jetzt Bürgergeld – geändert hat sich nichts. 2021, also noch vor der aktuellen Preisexplosion, stieg die Zahl der Armen in unserem Land um 600.000 Menschen auf 14 Millionen Menschen an. Laut Paritätischem Wohlfahrtsverband leben in Deutschland 21 Prozent aller Kinder unter der Armutsgrenze.“ Das sei Gewalt, so Köbele.

Aus Kuba überbrachte Rosa Miriam Elizalde, Erste Vizepräsidentin des kubanischen Journalistenverbandes, Grüße und forderte das Ende der mörderischen US-Blockade. Salam Abou Mjahed, Mitglied des Zentralkomitees der Libanesischen Kommunistischen Partei, berichtete über die Situation und den Widerstand in seinem Land. Begrüßt wurden Vertreterinnen und Vertreter der Botschaften aus Kuba, Venezuela und der Russischen Föderation sowie der Kommunistischen Parteien aus Belgien, Chile, Dänemark, Portugal und der Türkei sowie Iraklis Tsavdaridis, der Exekutiv Sekretär des Weltfriedensrats.

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Über die Autorin

Wera Richter, geboren 1969, ist stellvertretende Parteivorsitzende der DKP und Chefredakteurin der UZ. Die journalistische Laufbahn begann in jungen Jahren mit einem Praktikum bei der UZ mit Rolf Priemer als Chefredakteur. Damals wurde die UZ wieder Wochenzeitung. Später arbeitete die gelernte Gärtnerin im Ressort Innenpolitik der Tageszeitung junge Welt. Auf dem 20. Parteitag der DKP 2013 wurde Wera Richter zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt und übernahm die Verantwortung für die Organisationspolitik. Ein Job, den sie in der SDAJ kennen und lieben gelernt hatte. 2020 löste sie Lars Mörking als UZ-Chefredakteur ab.

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"Jahresauftakt der DKP", UZ vom 20. Januar 2023



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