Parallel zur diesjährigen Finanzkonferenz der DKP protestierte die Jugend für Bildung und soziale Sicherheit, gegen Wehrpflicht und Krieg. Nur wenige Kilometer vom Tagungsort entfernt waren Polizeiknüppel und Wasserwerfer im Einsatz, wurden auch Genossinnen und Genossen der SDAJ stundenlang in einem Polizeikessel festgehalten. Für die anstehenden Kämpfe braucht es eine starke Partei, die finanziert werden muss.
Auf Einladung der Finanzkommission des DKP-Parteivorstands und der Zentralen Revisionskommission fand vom 30. Oktober bis 1. November die diesjährige Finanzkonferenz in der Karl-Liebknecht-Schule in Leverkusen statt. Über 40 Genossinnen und Genossen aus allen DKP-Bezirken berieten darüber, wie die nötigen Mittel zur Finanzierung der DKP-Arbeit auch in komplizierten Zeiten bereitgestellt werden können. Detaillierte Ergebnisse der Beratung werden im Mitgliederbereich auf dkp.de veröffentlicht.
Die Folgen kapitalistischer Ausbeutung und imperialistischer Aggression bekommen wir tagtäglich heftig zu spüren. Repressionen nehmen zu, Kriegsvorbereitung und Sozialabbau gehen Hand in Hand. Wir nennen das etwas sperrig, aber treffend reaktionär-militaristischen Staats- und Gesellschaftsumbau und kämpfen für eine Wende zu demokratischem Fortschritt und zum Sozialismus (siehe uzshop.de/uz-edition).
Um dieses Ziel zu erreichen brauchen wir Durchhaltevermögen, aber auch Finanzen. Die DKP erhält im Gegensatz zu anderen Parteien keine staatlichen Zuschüsse und schon gar keine Gelder aus den Führungsetagen von Finanz- und Industriekonzernen. Sie finanziert sich aus den Beiträgen und Spenden ihrer Mitglieder sowie durch solidarische Zuwendungen ihrer politischen Freunde. Auf allen Ebenen der Parteiarbeit klafft eine Lücke zwischen unseren finanziellen Möglichkeiten und der Notwendigkeit, wirkungsvoll in die politischen Auseinandersetzungen eingreifen zu können. Diese Situation werden wir nur mit einer stärkeren und einflussreicheren DKP verbessern können.
Mitgliederbeiträge als Rückgrat
Ein wesentlicher Teil der Einnahmen der DKP wird durch die Beiträge der Mitglieder aufgebracht. Eine satzungsgemäße Beitragshöhe und die zeitnahe Abrechnung ermöglichen uns eine solide Finanzplanung, sichern unsere organisatorische und politische Handlungsfähigkeit. Der erfreulichen Erhöhung des Durchschnittsbeitrages in den vergangenen Jahren kommt eine hohe Bedeutung zu.
Spenden und Projekte
Die DKP kann auf ein außerordentlich hohes Maß an Verbundenheit bauen. Beeindruckende Ergebnisse erzielen die Spendenaufrufe für konkrete Projekte, zuletzt für das sozialistische Kuba. Das stimmt optimistisch, insbesondere in einer Zeit, in der unsere Mitglieder und Freunde über immer weniger Geld verfügen und viele in prekären Verhältnissen beschäftigt sind. Spendenmarken führen leider ein Schattendasein, obwohl sie für die Finanzierung der Karl-Liebknecht-Schule und der UZ eine hohe Bedeutung haben. In Zukunft sollten Spendenmarken wieder auf jeder Mitgliederversammlung angeboten werden.
UZ und UZ-Shop
Das wichtigste Instrument unserer Öffentlichkeitsarbeit ist die UZ. Sie erreicht wöchentlich tausende politisch aktive Menschen – gerade auch außerhalb der DKP. Die UZ finanziert sich noch nicht aus eigener Kraft, muss durch Spenden und Erlöse aus dem UZ-Shop unterstützt werden. Daher trägt jeder Kauf im UZ-Shop, jede Anzeige in der UZ, jedes Abo und jede Höherstufung des Abo-Preises zur Finanzierung der UZ bei.
Karl-Liebknecht-Schule
Eine erfolgreiche Entwicklung der DKP ist ohne politische Bildung nicht vorstellbar. Der frisch sanierten Parteischule in Leverkusen kommt hier eine zentrale Rolle zu. Hunderte überwiegend junge Genossinnen und Genossen setzen sich jedes Jahr in den Lehrgängen und Konferenzen mit unserer Weltanschauung und Fragen der aktuellen Politik auseinander. Der Erhalt und die Pflege der Schule sind aufwändig und erfordern die tatkräftige Unterstützung bei freiwilligen Arbeitseinsätzen, den KLS-Subbotniks, und regelmäßige finanzielle Zuwendungen. Wer helfen möchte, findet hier weitere Informationen: kls.dkp.de/unterstuetzen.
Die Hälfte zahlt das Finanzamt
Nach einer Neuregelung zum 1. Januar 2026 hat sich die steuerliche Abzugsfähigkeit verdoppelt. Zuwendungen an politische Parteien können jetzt bis zu einer Höhe von 3.300 Euro jährlich geltend gemacht werden, bei zusammen veranlagten Partnern bis 6.600 Euro. 50 Prozent der gespendeten Beträge können direkt von der Steuerschuld abgezogen werden.
Werden pro Kalenderjahr mehr als 3.300 Euro (Zusammenveranlagung 6.600 Euro) an Parteien gespendet, kann der übersteigende Teil der Spende als Sonderausgabe angesetzt werden. Für diesen Teil gilt erneut eine Grenze von 3.300 Euro (6.600 Euro). Da hierdurch das zu versteuernde Einkommen gemindert wird, hängt die Steuerersparnis für diesen Teil vom persönlichen Steuersatz ab. Alle Spenden, die dem DKP-Parteivorstand zufließen, werden jeweils im Februar für das zurückliegende Jahr bescheinigt.
Nachlässe und Erbschaften
Wir wissen, wie persönlich und schwer die Regelung des eigenen Nachlasses ist. Wer sich damit beschäftigt, blickt zurück und fragt sich, was bleiben soll. Für viele war das Leben geprägt vom Einsatz für Frieden, Solidarität und eine Gesellschaft ohne Ausbeutung. Selbstverständlich geht es nicht darum, die eigene Familie zu übergehen, die Sorge für die Nächsten bleibt. Doch unsere Erfahrung zeigt: Es ist bitter, wenn am Ende das, was übrig bleibt, ausgerechnet an einen Staat fällt, gegen dessen Politik man ein Leben lang gestritten hat. Damit das Vermächtnis nicht in Widerspruch zum eigenen Engagement gerät, lohnt es sich, dieses unbequeme Thema rechtzeitig anzusprechen. Denn ein Erbe an die DKP bedeutet, dass der eigene Einsatz nicht mit dem letzten Atemzug endet, sondern weiterwirkt – in den Kämpfen, die noch vor uns liegen.
Für alle Fragen rund um die vorgenannten Themen, steht die Finanzkommission des DKP-Parteivorstands sehr gerne zur Verfügung.
Finanzkommission des DKP-Parteivorstands
finanzen@dkp.de, Tel: 0201 17788916
Organisierter Widerstand kostet Kraft – aber auch Geld!
Spenden bitte auf folgendes Konto überweisen:
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