Mangel schränkt Berufstätigkeit ein

Kita-Plätze unzureichend

WSK

Die Ausstattung mit Kita-Plätzen in Deutschland ist immer noch unzureichend. Das ergab eine Umfrage, die die IG Metall anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März in Auftrag gegeben hatte. Danach gaben 26 Prozent der befragten Mütter und Väter an, dass der zugewiesene Kita-Platz ihre Berufstätigkeit einschränke, weil die Öffnungszeiten zu kurz oder die Anfahrtswege zu lang seien. 21 Prozent der Eltern sagten, dass sie ihre Berufstätigkeit wegen fehlender Kinderbetreuungsmöglichkeiten erst später als geplant wieder aufnehmen konnten.

Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für ein- bis dreijährige Kinder wurde 2013 eingeführt. Trotzdem fehlen bundesweit noch über 300.000 Kinderbetreuungsplätze.

Fast 20 Prozent der Befragten bemängelten, dass es zu kompliziert ist, einen Kita-Platz zu beantragen. „Die Vergabesysteme für Betreuungsplätze in den Kommunen müssen vereinheitlicht werden. Das würde zu einer stärkeren Transparenz und auch Planbarkeit für die Eltern führen“, sagte Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall.

80 Prozent der Befragten halten es für wichtig, dass Väter und Mütter ihre wöchentliche Arbeitszeit vorübergehend absenken können. In einer ähnlichen Umfrage vor sechs Jahren waren es noch 71 Prozent. „Dieses Umfrageergebnis bestätigt, dass wir mit dem Tarifvertrag, den wir vor zwei Jahren in der Metall- und Elektroindustrie abgeschlossen haben, richtig liegen“, betonte Benner. 340.000 Beschäftigte, die Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder in Schicht arbeiten, werden in diesem Jahr das tarifliche Zusatzgeld in acht zusätzliche freie Tage umwandeln.

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"Kita-Plätze unzureichend", UZ vom 13. März 2020



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