Langer Krieg

Eine bewaffnete Miliz in Libyen hat mit einem „langen Krieg“ gegen die von der UNO vermittelte „Einheitsregierung“ gedroht, die in den kommenden Tagen ihre Arbeit in Tripolis aufnehmen soll. Man werde jeden vernichten, der versuche, die neue Regierung unter Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch zu schützen, sagte die „Operationszentrale der libyschen Revolutionäre“ nach Angaben der unabhängigen Webseite Al-Wasat am Freitag.

Kurz zuvor hatte Al-Sarradsch angekündigt, sein Kabinett werde „innerhalb weniger Tage“ in die Hauptstadt Tripolis umziehen, wo derzeit eine islamistische Regierung residiert. In der nordöstlichen Stadt Tobruk gibt es derweil noch die ursprünglich vor allem vom Westen anerkannte Führung. Die „Einheitsregierung“ soll die beiden rivalisierenden Regierungen ersetzen. UNO-Vermittler Martin Kobler hatte sich für eine schnelle Machtübergabe ausgesprochen.

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"Langer Krieg", UZ vom 25. März 2016



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