Lohnanspruch in ­Quarantäne

Das Bundesarbeitsgericht hat geurteilt, dass Arbeitenden auch dann eine Lohnfortzahlung zusteht, wenn sie mit einer Infektion aufgrund einer behördlichen Anweisung in Quarantäne bleiben müssen. In diesem Fall sei auch kein zusätzliches ärztliches Attest notwendig. Zudem stellte das Gericht klar, dass das Fehlen einer Impfung nicht als Ursache einer Infektion gewertet werden kann. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel begrüßte die Entscheidung, dadurch werde „eine offene Frage aus der Corona-Pandemie zum Recht der Beschäftigten auf Lohnfortzahlung bei Krankheit geklärt und Sicherheit für Beschäftigte geschaffen (…) Die Infektion führt auch dann zur Arbeitsunfähigkeit, wenn es Beschäftigten durch eine behördliche Quarantäne-Anordnung verwehrt ist, ihre Arbeit im Betrieb zu erbringen und gleichzeitig Home-Office aufgrund der Tätigkeit nicht möglich ist.“

Dieser Artikel ist für Sie kostenlos. Kritischer Journalismus braucht aber Unterstützung, um dauerhaft existieren zu können. Daher laden wir Sie ein, die UZ besser kennen zu lernen. Testen Sie die UZ als Wochenzeitung oder in der digitalen Vollversion sechs Wochen lang kostenlos und unverbindlich. Der Bezug endet automatisch. Sie können danach entscheiden, ob Sie die UZ abonnieren möchten.

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"Lohnanspruch in ­Quarantäne", UZ vom 29. März 2024



    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Haus.



    UZ Probe-Abo [6 Wochen Gratis]
    Unsere Zeit