Bei der an der Universität Kassel durchgeführten Urabstimmung haben 82,3 Prozent der Studentinnen und Studenten für die Beibehaltung der derzeit geltenden Zivilklausel gestimmt. Wie eine Sprecherin der Zivilklausel-Initiative mitteilte, lag die Wahlbeteiligung dabei deutlich höher als bei der letzten Hochschulwahl. Die Initiative fordert Senat und Landtag auf, das Votum umzusetzen und die Zivilklausel zu stärken. Dem Votum vorangegangen war ein Versuch der Hochschulleitung, die Zivilklausel durch eine „Werteklausel“ zu ersetzen. Das würde die Tür für Rüstungsforschung und andere Kooperationen mit Kriegskonzernen öffnen. Proteste von Mitarbeitern und Studierenden konnten eine Verschiebung der Abstimmung im Senat erreichen, die am 4. November (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe von UZ) nachgeholt werden sollte. Über die Hintergründe sprachen Amalia Hast und Alisa Kötzle, Sprecherinnen der Initiative „Zivilklausel bleibt!“, in UZ vom 23. Oktober.
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