„Nie wieder!“ heißt: Frieden mit Russland!

Am 8. und 9. Mai feiern wir die Befreiung von Faschismus und Krieg. Und wir danken den Befreiern. Unser besonderer Dank gilt den Völkern der So­wjet­union. Den größten Anteil am Sieg der Alliierten hatte die Rote Armee. Und mit 27 Millionen Toten und einem verwüsteten Land die meisten Opfer.

Umso schändlicher ist es, wenn heute wieder deutsche Panzer gen Russland rollen. Nur eine NATO-Übung? Nein, es handelt sich bei dem Manöver „Steadfast Defender“ um Kriegsvorbereitung. Ebenso bei der dauerhaften Stationierung von deutschen Soldaten in Litauen. Deutschland soll „kriegstüchtig“ werden. Dafür werden Bundeswehroffiziere in Schulen geschickt, Milliarden in die Rüstung gesteckt und Kriegskredite in der Verfassung festgeschrieben. Dafür wird Hetze gegen Russland und auch gegen China betrieben.

Während wir den Befreiern von Faschismus und Krieg in antifaschistischen Gedenkstätten und an den sowjetischen Ehrenmalen danken, werden russische Vertreter an vielen Orten ausgeladen. Auch das ist eine Schande – und es ist gut, dass sich die Vertreter der russischen Botschaft und von Konsulaten nicht von den Feierlichkeiten abhalten lassen – ob in den Gedenkstätten der ehemaligen Konzentrationslager Sachenhausen oder Ravensbrück oder mit uns gemeinsam auf den Seelower Höhen und in Torgau.

Wer heute an die Befreiung von Faschismus und Krieg erinnert, der Opfer gedenkt und den Befreierinnen und Befreiern dankt, der muss die richtigen Lehren ziehen: Nie wieder Faschismus und Krieg heißt: Frieden mit Russland.

Es heißt, den Widerstand gegen den Kriegskurs der Bundesregierung zu stärken, den Stopp weiterer Waffenlieferungen in die Ukraine zu fordern und für Diplomatie und Friedensverhandlungen einzutreten. Es heißt, immer wieder daran zu erinnern, dass es die US-geführte NATO und die von Deutschland dominierte EU waren, die die russischen Sicherheitsinteressen mit ihrer Ost-Erweiterung mit Füßen getreten haben.

Für diesen Antifaschismus wirbt die UZ Woche für Woche. Sie braucht mehr Verbreitung. Deshalb werben wir um neue Probeleserinnen und -leser. Bis zu den UZ-Friedenstagen, die vom 23. bis 26. August in Berlin stattfinden, sollen es 1.000 werden. Mach mit – lies die UZ sechs Wochen lang kostenlos!

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Über die Autorin

Wera Richter, geboren 1969, ist stellvertretende Parteivorsitzende der DKP und Chefredakteurin der UZ. Die journalistische Laufbahn begann in jungen Jahren mit einem Praktikum bei der UZ mit Rolf Priemer als Chefredakteur. Damals wurde die UZ wieder Wochenzeitung. Später arbeitete die gelernte Gärtnerin im Ressort Innenpolitik der Tageszeitung junge Welt. Auf dem 20. Parteitag der DKP 2013 wurde Wera Richter zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt und übernahm die Verantwortung für die Organisationspolitik. Ein Job, den sie in der SDAJ kennen und lieben gelernt hatte. 2020 löste sie Lars Mörking als UZ-Chefredakteur ab.

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"„Nie wieder!“ heißt: Frieden mit Russland!", UZ vom 3. Mai 2024



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