Personalabbau im ­Südwesten geht weiter

Der immense Personalabbau in der Metallindustrie erzeugt großen Druck auf die Belegschaften. Ein Wechsel zu anderen Firmen, wie noch vor einigen Jahren üblich, ist so gut wie nicht mehr möglich, da nur noch wenige Betriebe überhaupt einstellen. Das ist das Ergebnis einer Befragung, die die IG Metall Baden-Württemberg zwischen Mitte Februar und Anfang März unter 180 Betriebsräten durchgeführt hat.

Ein weiteres Ergebnis der Befragung: Es gibt nur noch wenig Vertrauen in die Geschäftsführungen der Betriebe. In fast der Hälfte der Betriebe werde Personal abgebaut, während nur 11 Prozent neue Stellen aufbauten. Gleichzeitig reichten in zwei Dritteln der Betriebe die Investitionen nicht aus, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen.

Nach Ansicht der Betriebsräte fehlt es zudem an Transformationsstrategien und die Entscheidungswege seien zu lang. 47 Prozent halten die bestehenden Konzepte ihrer Unternehmen für nicht überzeugend, 62 Prozent empfinden die internen Prozesse als zu träge. Zugleich belasteten hohe Energiepreise fast die Hälfte der Betriebe deutlich.

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"Personalabbau im ­Südwesten geht weiter", UZ vom 24. April 2026



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