Protest vor Thyssenkrupp-Zentrale

Etwa 5.000 Stahlarbeiter haben am Donnerstag letzter Woche vor der Zentrale von Thyssenkrupp in Essen protestiert. Grund war der Verkauf von Teilen des Unternehmens an den tschechischen Investor EPCG. Der Aufsichtsrat des Konzerns zeigte sich davon unbeeindruckt und stimmte noch am gleichen Tag dem Verkauf von zunächst 20 Prozent der Stahlsparte zu. Geplant ist ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem EPCG in Zukunft 50 Prozent halten soll.

Die IG Metall schrieb in einer Pressemitteilung, dass mit dem Verkauf „die Leinen zwischen der Thyssenkrupp AG und der Stahl AG“ gekappt würden. Die Gewerkschaft hatte zu dem Protest vor der Aufsichtsratssitzung aufgerufen. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Thyssenkrupp Steel Europe AG, Tekin Nasikkol, sprach von „unsicheren Zeiten“, die bevorstünden. Konzernchef Lopez handele unverantwortlich und gehe „volles Risiko“.

Dieser Artikel ist für Sie kostenlos. Kritischer Journalismus braucht allerdings Unterstützung, um dauerhaft existieren zu können. Daher freuen wir uns, wenn Sie sich für ein Abonnement der UZ (als gedruckte Wochenzeitung und/oder in digitaler Vollversion) entscheiden. Sie können die UZ vorher 6 Wochen lang kostenlos und unverbindlich testen.

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"Protest vor Thyssenkrupp-Zentrale", UZ vom 31. Mai 2024



    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Auto.



    UZ Probe-Abo [6 Wochen Gratis]
    Unsere Zeit