Ein Buch über gemeinsamen Widerstand und Solidarität

Rode Hulp

Von Hans-Gerd Wendt

Rode Hulp (Rote Hilfe) – Die Aufnahme deutscher Flüchtlinge im im Groningerland, IPSO-Geschichtsgruppe / Hans-Gerd Wendt(Üb.), Verlag epubli, 2018, Taschenbuch/Paperback, 20,24 Euro, ISBN: 9783746715025

Das nunmehr auch in deutscher Übersetzung erscheinende Buch „Rode Hulp“ – „Rote Hilfe“ behandelt einen Aspekt niederländisch-deutscher Widerstandsarbeit gegen den Hitlerfaschismus, der vor allem aus Sicht der Menschen im niederländischen Grenzland um Groningen vorgestellt wird.

Vor dem Hintergrund der sozialen Lage auf beiden Seiten der Grenze spielte aber vor allem auch die Zusammenarbeit mit der bereits verbotenen KPD und der Kommunistischen Partei der Niederlande eine große Rolle. Neben der für die Flüchtlinge so wichtigen „Roten Hilfe“ bestand seit Mitte 1933 eine Emigrantenorganisation deutscher Kommunisten, die eng mit den niederländischen Genossen zusammen den Kampf im Reich weiterführte.

Geschildert werden eindrucksvoll Geschichten Entflohener aus den berüchtigten Emslandlagern, wie die komplizierte Unterbringung gestaltet wurde, die schwierige Versorgung, und vor allem der Schutz vor neuerlicher Verhaftung durch die keineswegs Rücksicht nehmenden und schnell abschiebenden niederländischen Behörden geschah.

Man erfährt viel über einzelne Schicksale, gelungene grenzüberschreitende Aktionen und vor allem gelebte Solidarität. Vor allem der ostfriesische Widerstand in Emden und Leer, aber auch Bremen und Hamburg erhielten über Groningen breite Unterstützung.

Die Erinnerung an diese eindrucksvolle Freundschaft zwischen Niederländern und Deutschen muss erhalten bleiben – auch auf dieser Seite der Grenze. Dazu soll dieses Buch beitragen.

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"Rode Hulp", UZ vom 14. September 2018



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