Am 22. Juni jährt sich der Überfall der faschistischen Wehrmacht auf die Sowjetunion zum 85. Mal. Das Datum steht für die unvorstellbaren Verbrechen, die Deutschland an den Völkern der Sowjetunion begangen hat. Es steht für mehr als 27 Millionen ermordete Sowjetbürger und die Zerstörung ganzer Landstriche im Auftrag des deutschen Monopolkapitals. Die Lehre aus diesem Völkermord heißt: Nie wieder! Sie heißt: Frieden mit Russland!
Am 22. Juni gilt es auch an die Leistungen der Roten Armee und ihre Rolle bei der Befreiung Deutschlands und Europas vom Faschismus zu erinnern. Doch im Zuge der Vorbereitung eines neuen großen Krieges gegen Russland soll genau diese historische Wahrheit entsorgt werden. Im Fokus stehen die Sowjetischen Ehrenmale. In Berlin haben zuletzt die Grünen einen Vorstoß zu ihrer Zerstörung unternommen. Ihr Antrag im Berliner Senat „Sowjetische Ehrenmale in Berlin geschichtlich einordnen und vor politischer Instrumentalisierung schützen“ fand Zustimmung in der Partei „Die Linke“. Die „Welt am Sonntag“ zitierte deren Fraktionsvorsitzende Anne Helm: „Russland missbraucht seit Jahren die Feierlichkeiten um den Tag der Befreiung für seine Kriegspropaganda.“ Am Montag reagierte die russische Botschaft in einer Erklärung, die im Blog von UZ nachgelesen werden kann, auf die Angriffe gegen die Sowjetischen Ehrenmale: „Diese Symbole sind heilig und unantastbar. Jegliche Versuche, ihre Bedeutung zu relativieren, ihren ursprünglichen Sinn zu verändern oder sie in einen anderen historischen Kontext zu versetzen, sind inakzeptabel und schändlich.“
Zum 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion finden an vielen Orten antifaschistische und Friedenskundgebungen statt. „Russland ist nicht unser Feind“ ist das Motto der großen Kundgebung am 20. Juni von 13 bis 15 Uhr am Brandenburger Tor. Mit dabei sind unter anderem Sevim Dağdelen, Eugen Drewermann, Hartmut König, Christiane Reymann und Täve Schur.








