Solidaritätsschreiben der Kommunistischen Partei Simbabwes

In dem Land, in dem vor über 200 Jahren Karl Marx und Friedrich Engels geboren wurden, erleben wir wieder einmal eine böswillige Geringschätzung für das größte Geschenk, das Deutschland der Welt gemacht hat – den wissenschaftlichen Sozialismus.

Als Kommunisten kennen wir die Geschichte Deutschlands gut, sowohl die fortschrittliche als auch die reaktionäre:

Wir erinnern uns an die Gründung der Sozialdemokratischen Partei durch Leute wie Wilhelm Liebknecht und August Bebel – und an das Sozialistengesetz von Bismarck.

Wir erinnern uns mit Trauer an die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.
Wir erinnern uns an das Verbot der KPD durch die Nazis und an den Tod von Ernst Thälmann im Konzentrationslager.

Wir erinnern uns mit Wärme an die Deutsche Demokratische Republik, die den afrikanischen Befreiungsbewegungen, einschließlich der Zimbabwe African People’s Union (ZAPU), so viel Hilfe leistete.
Wir erinnern uns auch an das Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) im Jahr 1956 durch die Adenauer-Regierung in der Zeit des Kalten Krieges.

Im Geiste des proletarischen Internationalismus unterstützt die Kommunistische Partei Simbabwes die DKP in dieser Zeit, in der die USA versuchen, Europa in einen neuen Kalten Krieg zu ziehen.
Die Kommunistische Partei Simbabwes fordert das Recht für die DKP, bei Wahlen nach den etablierten Normen der bürgerlichen Demokratie anzutreten.

Mit brüderlichen Grüßen,

Nicholas Ngqabutho Mabhena, Generalsekretär
Ian Beddowes, Kommissarischer Internationaler Sekretär

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"Solidaritätsschreiben der Kommunistischen Partei Simbabwes", UZ vom 16. Juli 2021



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