Van Aken geht

Jan van Aken will auf dem kommenden Parteitag der Partei „Die Linke“ nicht erneut als Bundesvorsitzender kandidieren. Grund dafür seien gesundheitlich Gründe, hieß es in einer Mitteilung der Partei. Kurz darauf kündigte der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano seine Kandidatur für den Vorsitz an. Es gehe ihm nicht ums Regieren, „sondern um Veränderung“, erklärte Pantisano in einem Interview mit „t-online.de“. Und fügte an: „Wenn wir eine politische, gesellschaftliche Veränderung möglich machen können, indem wir uns mit SPD und Grünen zusammentun, dann ja, klar.“ Auf die Israel-Debatte in der Partei angesprochen, führte Pantisano aus: „Ich weiß nicht einmal, ob es diese antizionistischen Positionen bei uns in der Partei überhaupt gibt.“

Ungewiss ist bislang, wie es um eine erneute Kandidatur der bisherigen Ko-Vorsitzenden Ines Schwerdtner steht. Die Bundestagsabgeordnete Katalin Gennburg forderte bereits die Wahl eines neuen Führungsduos. Im Gespräch mit der „taz“ kritisierte sie eine Vernachlässigung der innerparteilichen Demokratie: „Und das sage ich als Ostdeutsche, die sich in der PDS kritisch mit Stalinismus auseinandergesetzt hat.“ Die Linkspartei müsse „pluralistisch und offen“ sein.

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"Van Aken geht", UZ vom 24. April 2026



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