Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend bereitet die Grundlage für die Wiedereinführung des Zivildienstes vor. Werde die Wehrpflicht wieder eingesetzt, „müsste es ja auch einen entsprechenden Ersatzdienst geben“, sagte Thorsten Frei, Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag, gegenüber RTL. Das zuständige Ministerium hat dazu in den vergangenen Monaten 23 große Verbände und Organisationen befragt, welche „Kapazitäten“ sie im Falle der Wiedereinführung der Wehrpflicht für Kriegsdienstverweigerer „zur Verfügung“ stellen könnten. Einem Sprecher des Ministeriums zufolge hätten 22 der 23 Organisationen angegeben, grundsätzlich bereit zu sein, Wehrersatzdienstleistenden ein „vielfältiges Angebot“ zu machen. Das Ministerium will seine Pläne nach der Sommerpause vorstellen.
Kritik daran übten etwa Vertreter der Linkspartei. Deren Ko-Vorsitzende Ines Schwerdtner wies darauf hin, dass ein verpflichtender Wehrdienst drohe, reguläre und tariflich bezahlte Arbeit im Sozialbereich zu verdrängen.








