Betriebsratskandidaten ausgeschlossen

Von Christoph Hentschel

Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten in der österreichischen Hauptstadt will bei der Betriebsratswahl der Wiener Linien (Nahverkehr) im März 2018 mit der FPÖ-Gewerkschaftsorganisation Freiheitliche Arbeitnehmer (FA) und der rechtsgerichteten Liste Puma als „Betriebsräteallianz des Fortschritts“ antreten. Der GLB-Bundesvorsitzende Josef Stingl teilte in einer Stellungnahme mit, dass „der Verein ‚Gewerkschaftlicher Linksblock – Gemeindebedienstete, kurz: GLB-Gemeindebedienstete‘, einschließlich der Vorstandsmitglieder und den Kandidatur-Akteur_innen mit 16.1.2018 wegen verbandsschädigenden Verhaltens aus dem GLB ausgeschlossen“ wurden.

Der Gewerkschaftliche Linksblock steht der KPÖ nahe und ist eine anerkannte Fraktion im Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB). Der GLB ist als Verein organisiert und entstand 1974 als Nachfolgeorganisation der kommunistischen „Fraktion der Gewerkschaftlichen Einheit (GE)“, nachdem sich die GE gespalten hatte.

Die Partei der Arbeit hatte auf die gemeinsame GLB-FA-Puma-Liste aufmerksam gemacht und kritisiert, dass schon 2014 der GLB-Gemeindebedienstete mit der FA und Liste Puma gemeinsam zur Zentralbetriebsratswahl der Wiener Verkehrsbetriebe angetreten war und erst jetzt Konsequenzen seitens des GLB gezogen werden.

Über den Autor

Christoph Hentschel (Jahrgang 1980) ist Politikwissenschaftler und Redakteur für „Politik“. Er arbeitet seit 2017 bei der Zeitung der DKP.

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"Betriebsratskandidaten ausgeschlossen", UZ vom 26. Januar 2018



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