Der Mittelmeerraum brennt und die europäischen Staaten scheinen immer weniger mit den Folgen ihrer Politik fertig zu werden. Rekordhitze und immer weniger Niederschläge, vermutlich auf Grund jahrzehntelanger CO2-Emissionen von Militär und Industrie und keinerlei Plan für eine Änderung. Stattdessen massive Kürzungen der Mittel für Feuerwehren und Katastrophenschutz – und das Sägen am eigenen Ast durch die Sanktionspolitik gegen Russland. Acht Kamow Ka-32 Löschhubschrauber stehen in Spanien im Hangar, da die Ersatzteile aus Russland fehlen. Und das nicht erst seit Kurzem. Schon seit 2023 sind fünf Hubschrauber nicht mehr einsetzbar, seit zwei Jahren blieben alle am Boden. 4.500 Liter Wasser können die russischen Modelle zielgenau abwerfen. Das Sumar-Bündnis, dem auch die Kommunistische Partei Spaniens angehört, hatte vergeblich Ausnahmeregelungen von den Sanktionen gefordert. Stattdessen sollten westliche Hubschraubermodelle beschafft werden. Die können allerdings nur etwa ein Drittel des Wassers transportieren und sind auch noch deutlich teurer. Portugal verschenkte seine sechs Hubschrauber an die Ukraine und beschaffte stattdessen gebrauchte aus den USA. Während auf der anderen Seite des Mittelmeers, in Tunesien, russische Mil Mi-26 mit bis zu 15.000 Litern Wasser pro Flug die Flammen bekämpfen.
Die Folgen ihrer Politik

(Foto: Timofeich / Wikimedia / CC BY-SA 3.0 / Bearb.: UZ)
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"Die Folgen ihrer Politik", UZ vom 31. Juli 2026

